Schloss Werdenberg

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Das Schloss Werdenberg steht im Kanton St. Gallen über dem Werdenberger See, oberhalb des Städtli Werdenberg. Die Website beschreibt die Lage so: «Über dem idyllischen Werdenberger See liegt auf einer Anhöhe das Schloss Werdenberg.» Am Fuss des Schlosses liegt laut Website «das 800 Jahre alte Holzbaustädtchen, von der sich eine Steintreppe entlang der Reben zum Schloss hoch schlängelt». Betrieben wird das Schloss vom Verein Schloss Werdenberg, den der Kanton St. Gallen beauftragt hat, Schloss und Schlangenhaus kulturell zu beleben und als Museen zu führen. Neben Ausstellungen, Konzerten und Führungen ist das Schloss ein Trauort: «Vom 1. April bis 31. Oktober kann in der charmanten Landvogtstube im Schloss Werdenberg geheiratet werden!»

Die Trauung im Schloss

Die Website erzählt die Geschichte des Hauses in einem Satz: ursprünglich eine typische Burg des Hochmittelalters, in der Romantik als Wohnsitz genutzt und in jüngster Zeit zum Kulturschloss gewandelt. Für Paare ist vor allem ein Raum wichtig: «Die stattliche Landvogtstube ist das heutige Trauzimmer des Schlosses.» Hier finden die zivilen Trauungen statt, in der Saison vom 1. April bis 31. Oktober.

Das Vorgehen beschreibt die Hochzeitsseite in drei Schritten. Zuerst klärt man freie Termine mit dem Schloss und reserviert sie bei Astrid Mannhart-Hofer. Danach lässt man den Termin beim Zivilstandsamt Buchs bestätigen. Wer die Räume vorher sehen möchte, vereinbart mit ihr einen Termin für eine Besichtigung. Das Hochzeitstelefon ist zu festen Zeiten besetzt: dienstags von 11 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 10 bis 17 Uhr, unter +41 (0)77 452 54 53. Dazu gibt es ein Anfrageformular, das nach Wunschtermin, Ausweichdatum, erwarteter Personenzahl und der Frage fragt, ob man einen Apéro wünscht. Im Formular wählt man zudem Tag und Tageszeit, an denen man zurückgerufen werden möchte.

Ein Punkt ist für Paare wichtig, die an eine ganz private Trauung denken. Die Website schreibt: «Der Museumsbetrieb wird trotz Ziviltrauung während der Öffnungszeiten aufrecht erhalten, ausgenommen das Trauungszimmer.» Die Landvogtstube gehört dem Paar, im übrigen Schloss sind während der Öffnungszeiten Besucherinnen und Besucher unterwegs.

Apéro im Schlosshof oder Rittersaal

Nach der Trauung folgt der Apéro, für den die Website eine Wetterregel nennt: «Bei schönem Wetter gibt es den gewünschten Apéro im Schlosshof, bei schlechtem Wetter im Bistro.» An anderer Stelle heisst es, Apéros könnten im Rittersaal oder im Schlosshof durchgeführt werden. Den Schlosshof beschreibt die Seite als von der Schlossmauer eingerahmt, mit Aussicht «bis weit ins Rheinebene».

Bei den Getränken ist die Regel klar: Sie müssen vom Bistro bezogen werden und werden durch Mitarbeitende des Schlossteams ausgeschenkt. Eigene Getränke bringt man also nicht mit. Beim Essen arbeitet der Verein laut Website hauptsächlich mit der Mutzner AG aus Buchs zusammen, und der Verein kann beratend zur Seite stehen. Das Anfrageformular spricht von Verpflegung «in Zusammenarbeit mit regionalen Caterern». Eine Getränkekarte für Veranstaltungen steht als Download bereit, ebenso eine Nutzungsvereinbarung mit Hausordnung.

Für Erinnerungsfotos nennt die Website das Schloss und das Städtli mit dem Werdenberger See als Kulisse. Die Bilder auf der Hochzeitsseite zeigen das Trauzimmer in der Landvogtstube, den See mit Schloss und einen Hochzeitsapéro im Schlosshof.

Die Belege von der Website

  • Saison: Trauungen vom 1. April bis 31. Oktober.
  • Trauzimmer: Landvogtstube, Bestätigung des Termins beim Zivilstandsamt Buchs.
  • Leistungen des Schlosses: Ziviltrauung als Raummiete, Auf- und Abbau durch den Schlosswart, bei einem Apéro der Ausschank, und die Administration.
  • Apéro: im Schlosshof oder im Rittersaal, bei schlechtem Wetter im Bistro. Getränke vom Bistro.
  • Catering: Zusammenarbeit hauptsächlich mit der Mutzner AG in Buchs.
  • Kontakt Hochzeiten: Astrid Mannhart-Hofer, +41 (0)77 452 54 53, Di 11 bis 17 Uhr, Mi und Fr 10 bis 17 Uhr.
  • Trägerschaft: Verein Schloss Werdenberg. Mitglieder sind das Amt für Kultur des Kantons St. Gallen sowie die Werdenberger Gemeinden Buchs, Gams, Grabs, Sennwald, Sevelen und Wartau.

Das Schloss lebt nicht von Hochzeiten allein. Die Website nennt Ausstellungen wie jene zu Pipilotti Rist, das Kantonsrelief oder «Sprechende Porträts», ein Museum im Schlangenhaus mit einer Dauerausstellung zum Ribelmais, und die Schlossmediale Ende Juni als internationales Festival für Alte Musik, Neue Musik und audiovisuelle Kunst. Für Gäste, die früher anreisen, bietet das Schloss damit ein Programm im eigenen Haus. Der Verein führt zudem das Infozentrum am Eingang des Städtli und das Bistro im Schlosshof. Getragen wird seine Arbeit laut Website wesentlich von der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Privaten, von eigenen Erträgen und vom Verein «Freunde Schloss Werdenberg».

Was die Website offenlässt

Die Website publiziert keine Preise. Sie verweist auf grundlegende Mietbedingungen und schreibt: «Für eine detaillierte Offerte und für die Besprechung nehmen Sie bitte direkt mit uns Kontakt auf.» Die Raummiete für die Landvogtstube steht nicht auf der Seite.

Kapazitäten nennt die Website ebenfalls nicht. Sie schreibt nur, das Schloss und der Schlosshof böten Platz für unterschiedliche Gesellschaften. Wie viele Gäste in der Landvogtstube bei der Trauung sitzen können und wie viele im Rittersaal oder im Schlosshof zum Apéro stehen, erfährt man im Gespräch.

Ob nach dem Apéro auch ein Abendessen oder ein Fest im Schloss möglich ist, beschreibt die Hochzeitsseite nicht. Das Menü der Website führt eine eigene Seite zur Bistromiete, ob diese für eine Hochzeitsfeier gedacht ist, sagt die Hochzeitsseite nicht. Eine Endzeit, Musik oder Übernachtung sind nicht erwähnt.

Offen bleibt auf der Hochzeitsseite auch der Weg hinauf. Die Website beschreibt die Steintreppe durch die Reben, sagt dort aber nicht, wie ältere oder gehbehinderte Gäste zum Schloss gelangen und wo die Hochzeitsgesellschaft parkiert. Das Menü führt dafür eigene Seiten zum barrierefreien Besuch und zu Lage und Anreise, die Hochzeitsseite verweist nicht darauf.

Für welches Paar das Schloss passt

Das Schloss Werdenberg passt zu einem Paar aus dem Rheintal oder der weiteren Ostschweiz, das zivil in einem historischen Raum heiraten und danach mit den Gästen im Schlosshof anstossen möchte. Die Lage über dem See und dem Städtli, die Steintreppe durch die Reben und die Aussicht in die Rheinebene geben der Trauung einen Rahmen, den ein Standesamt nicht bietet. Das Vorgehen ist klar beschrieben, und mit Astrid Mannhart-Hofer gibt es eine feste Ansprechperson.

Weniger passend ist das Schloss für ein Paar, das den ganzen Tag, von der Trauung bis zum Tanz, exklusiv an einem Ort verbringen will. Der Museumsbetrieb läuft während der Öffnungszeiten weiter, und die Website beschreibt Trauung und Apéro, nicht ein Fest. Wer ausserhalb der Saison von April bis Oktober heiraten möchte, findet hier keinen Termin. Wer eine kleinere Trauung plant und den Apéro im Schlosshof als Höhepunkt versteht, bekommt hier einen ungewöhnlichen Ort mit klaren Regeln.

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