Schloss Thunstetten
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Das Schloss Thunstetten im Kanton Bern ist ein historisches Schloss, das eine Stiftung als Museum, Schlosscafé und Ort für Anlässe führt. Die Website nennt es ein Schloss «für Alle» und schreibt: «Es ist die einzigartige Kombination aus geschichtlichem Erbe und lebendiger Ausstrahlung», die es zu einem besonderen Erlebnisort mache. Für Paare hat das Haus eine eigene Rubrik «Heiraten im Schloss» mit den Punkten Ziviltrauung, Freie Trauungen, Brautpaarshooting und Schloss mieten. Die Räume sind laut Website das ganze Jahr buchbar, ausgenommen zwischen Weihnachten und Neujahr, und die Preise für die einzelnen Räume stehen offen auf der Seite.
Die Hochzeit im Schloss
Ziviltrauungen sind im Schloss Thunstetten laut Website seit 2005 möglich. Die Termine legt das Schloss mit der zuständigen Direktion des Kantons Bern fest und publiziert sie. Für 2026 sind 6 Freitage aufgeführt, von denen alle bis auf den 18. September 2026 als ausgebucht markiert sind. Für 2027 stehen 7 Freitage auf der Liste, vom 16. April 2027 in der Landvogtstube bis zum 17. September 2027 im Gartenpavillon.
Die Trauungen finden jeweils von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Gartenpavillon oder in der Landvogtstube statt. Der Platz ist knapp bemessen, die Website schreibt dazu: «In den beiden Räumen sind max. fünf Plätze für das Brautpaar, Trauzeugen und Zivilstandesbeamte/in und 21 Plätze für Gäste vorgesehen.» Wer mit einer grossen Familie zur Trauung kommt, muss also einplanen, dass nicht alle Gäste im Raum sitzen.
Den Trautermin reserviert man nicht beim Schloss, sondern direkt beim Zivilstandskreis Oberaargau unter 031 635 42 70. Die Website weist darauf hin, dass Zeremonietermine frühestens 1 Jahr im Voraus reserviert werden können. Die Schlossräume für Apéro oder Fest bucht man dagegen bei der Betriebsleiterin Tanja Oldag.
Wer lieber frei heiratet, findet auf der Seite zu den freien Trauungen diesen Satz: «Bei uns haben Sie die Möglichkeit, eine freie Trauung in einem wunderschönen Ambiente zu geniessen, gefolgt von einem eleganten Apéro oder einer gediegener Feier Ihres gesamten Hochzeitsfestes.» Tanja Oldag berät laut Website «ausführlich zu Ihren Möglichkeiten». Feste Termine wie für die Ziviltrauung nennt die Website für freie Trauungen nicht.
Nach der Trauung folgen Apéro und Fest in den Räumen des Schlosses. Für das Bankett stehen der Festsaal und der Gewölbekeller zur Verfügung, für den Apéro zusätzlich der Innenhof. Die Mietdauer ist klar geregelt: bei einem Bankett von 09:00 bis 02:00 Uhr, bei einem Apéro von 09:00 bis 20:00 Uhr. Paare können also bis 2 Uhr früh feiern und haben ab dem Morgen Zeit zum Einrichten.
Räume und Preise
Die Raumseite nennt für jeden Raum Kapazität und Tagesmiete, jeweils ohne Infrastruktur- und Nebenkosten:
- Das ganze Schloss exklusiv: sämtliche Räume inklusive Innenhof und Parkanlage, Fr. 3'000.- pro Tag.
- Festsaal: «Platzangebot für max. 72 Personen (Bankett), inkl. Benützung des Schlossparks», Fr. 1'100.- pro Tag.
- Gewölbekeller: max. 60 Personen am Bankett oder 120 Personen am Apéro, inklusive Innenhof, Fr. 600.- pro Tag.
- Schlossküche mit offener Feuerstelle: max. 30 Personen, Fr. 300.- pro Tag.
- Landvogtstube als Sitzungsraum: Fr. 180.- von 08.00 bis 12.00 Uhr, Fr. 250.- von 08.00 bis 18.00 Uhr.
- Seitenflügel: individuelle Nutzung, Preis auf Anfrage.
Für jeden Raum verlinkt die Website einen Belegungsplan als Google Kalender. Ein Paar kann so vor der Anfrage sehen, ob sein Wunschdatum schon besetzt ist.
Für die Ziviltrauung nennt die Seite eine Pauschale von Fr. 290.- für die Miete von Gartenpavillon und Landvogtstube, innen und aussen mit Blumen geschmückt, inklusive Benützung der unteren Parkanlage beim Teich für ein Brautpaar-Fotoshooting von «max. 20 Minuten, exkl. Fotograf». Dazu kommt eine Zusatzgebühr des Zivilstandsamts von Fr. 150.-.
Verpflegung und Mietbedingungen
Auf der Seite zur Ziviltrauung steht ein klarer Satz: «Konsumation von selbst mitgebrachten Apéros ist nicht möglich.» Wer nach der Trauung anstossen will, muss das also über das Schloss organisieren. Wie das Schloss den Apéro und das Bankett verpflegt, ob über das Schlosscafé, einen Partner oder einen frei wählbaren Caterer, beschreiben die Seiten nicht. Die Mietbedingungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind als Dokument verlinkt. Die Miet- und Infrastrukturkosten stellt das Schloss laut Startseite auf Anfrage unverbindlich zusammen.
Wer hinter dem Schloss steht
Die Teamseite nennt ein kleines Betriebsteam mit Betriebsleiterin Tanja Oldag, Ruth Gerber, Frank Oldag als Allrounder und Raquel Vogel Hernandez. Dazu kommt ein Stiftungsrat mit Präsident Michael Schär und Ressorts von Finanzen bis Denkmalpflege. Die Startseite zeigt Rückmeldungen von Paaren, eines schreibt: «Es war märchenhaft schön, unsere Ziviltrauung bei Ihnen erleben zu dürfen.» Ein anderes bedankt sich für «die wunderschöne Location und den atemberaubenden Ausblick». Mehrere Rückmeldungen sind in Berndeutsch geschrieben, eines dankt für die «fründlechi und kompetänti Begleitung vor und am Hochziitstag», ein anderes Paar für «die wunderbare Koordination unserer Trauung». Ein weiteres Paar erwähnt eine Besichtigung des Schlosses vor der Buchung und die «Einblicke in die tollen Räumlichkeiten».
Das Schloss ist mehr als ein Mietobjekt. Die Website führt ein Museum, Führungen, das Schlosscafé und ein Veranstaltungsprogramm, und in der Bildergalerie dokumentiert sie Sanierungsetappen von 2015 bis 2018 und eine Gemälderestaurierung 2023/2024. Das Schloss ist zudem Teil der Berner Schlösser, die unter dem Titel «Von Schloss zu Schloss» ein gemeinsames Programm zeigen. Anfragen für einen Anlass nimmt das Haus über ein Anfrageformular entgegen.
Was die Website offenlässt
Die Website nennt die Infrastruktur- und Nebenkosten nicht, die zu jeder Tagesmiete dazukommen, und publiziert keine Preise für Apéro oder Menü. Wer rechnen will, braucht also die unverbindliche Zusammenstellung des Schlosses. Offen bleibt auch, wer das Essen liefert und ob ein externer Caterer erlaubt ist.
Zur Anreise mit dem öffentlichen Verkehr und zu Parkplätzen sagt keine der Seiten etwas. Ebenso fehlt eine Angabe zu Übernachtungsmöglichkeiten. Für freie Trauungen nennt die Website weder einen Preis noch einen Ort im Schloss oder im Park.
Für welches Paar das Schloss passt
Das Schloss Thunstetten passt zu einem Paar, das eine Ziviltrauung im Schloss mit einer überschaubaren Gästeschar plant und danach im gleichen Haus feiern will. Mit bis zu 72 Gästen im Festsaal, 120 am Apéro im Gewölbekeller und einer Mietdauer bis 2 Uhr früh ist es für mittlere Hochzeiten gut ausgelegt. Paare, die gerne früh budgetieren, schätzen die publizierten Mietpreise und die öffentlichen Belegungspläne.
Weniger passend ist es für ein Paar, das spontan zivil heiraten möchte: die Freitage sind begrenzt und für 2026 fast alle vergeben. Wer mehr als 21 Gäste bei der Trauung selbst dabeihaben will, muss mit dem knappen Platz in Gartenpavillon und Landvogtstube rechnen. Für alle anderen ist das Schloss eine Adresse, bei der Preise, Zeiten und Termine offen auf dem Tisch liegen, was die Planung spürbar erleichtert.