Schloss Greifensee

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Schloss Greifensee steht Im Städtli 24 in 8606 Greifensee im Kanton Zürich. Die Website beschreibt es als Schloss, «welches über Jahrhunderte als weitherum sichtbare Residenz der Landvögte der Reichsstadt Zürich diente», und heute als Ort kultureller Begegnung, Weiterbildung und Information. Getragen wird es von der Stiftung Schloss Greifensee, die es für Seminare, Ausstellungen, Familienanlässe und Trauungen vermietet. Für Paare hat die Website eine eigene Seite zum Heiraten im Schloss und eine zweite mit den Mietpreisen für Hochzeiten, Feste und Feiern. Dass die Preise offen auf der Website stehen, ist der wichtigste Unterschied zu vielen anderen Schlössern.

Wie eine Hochzeit hier abläuft

Die Hochzeitsseite beginnt mit dem Fest: Paare feiern mit Hochzeitsapéro und/oder Hochzeitsbankett, «anschliessend an Ihre Ziviltrauung im Schloss oder ganz unabhängig davon». Wer das ganze Schloss mietet, ist laut Website «an Ihrem grossen Tag dann ganz unter sich». Für kleinere Gesellschaften empfiehlt die Seite das 3. Obergeschoss mit dem Plenarsaal und zwei zusätzlichen Räumen, «zum Beispiel als Bar und Tanzraum». Für den Apéro nennt sie den hellen Schlosskeller, und bei schönem Wetter steht der Schlossgarten mit Blick auf den Greifensee zur Verfügung. Der Garten ist laut Fussnote nur im Paket mit dem Schlosskeller oder dem ganzen 3. Obergeschoss buchbar, in der Miete des ganzen Schlosses ist er inbegriffen.

Die zivile Trauung findet in der Landvogtstube statt. Die Website nennt sie «die einzigartige, stimmungsvolle Landvogtstube mit Blick auf den Greifensee». Zuständig ist das Zivilstandsamt Volketswil, denn die Zivilstandsämter von Greifensee, Schwerzenbach und Volketswil sind laut Website seit dem 1. Juli 2003 zu einem Zivilstandskreis zusammengelegt. Das Amt traut im Schloss von Mittwoch bis Freitag sowie an verschiedenen Samstagen, jeweils von 10 bis 12.30 Uhr.

Für 2026 nennt die Website als Samstagstrauungen den 18. April, 6. Juni, 8. August und 26. September. Dazu kommen Spezialdaten: 6. Februar, 24. April, 16. Juni, 26. Juni und 28. August. Die freien Trauzeiten sind online einsehbar, reserviert wird beim Zivilstandsamt Volketswil unter 044 910 21 00. Erst wenn das Datum steht, bespricht man mit dem Schloss-Team die Aktivitäten vor und nach der Trauung. Ein Vorteil für Paare, die gross feiern: Wer im Anschluss an die Ziviltrauung das ganze Schloss mietet, kann den Trautermin bereits ab Juli für das Folgejahr reservieren.

Für die Verpflegung arbeitet das Schloss mit Vertrags-Caterern. Die Website schreibt: «Unser erfahrenes Schloss-Team und die Vertrags-Caterer beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei den Vorbereitungen.» Das Menü führt dazu eine eigene Seite «Catering».

Die Mietpreise

Die Preisseite trennt Sommersaison (1. Mai bis 15. Oktober) und Wintersaison (16. Oktober bis 30. April). Alle Preise sind in Schweizer Franken, Änderungen vorbehalten.

Ganzes Schloss, exklusiv und im Sommer inklusive Schlossgarten:

  • Sommer: 16 bis 24 Uhr 1500, 13 bis 24 Uhr 1900, 9 bis 24 Uhr 2200.
  • Winter: 16 bis 24 Uhr 1100, 13 bis 24 Uhr 1500, 9 bis 24 Uhr 1700.

Teilbereiche (Sommersaison, wo nicht anders vermerkt):

  • Garten und ganzes 3. Obergeschoss: 13 bis 17.15 Uhr 750, 16 bis 24 Uhr 1100, 14 bis 24 Uhr 1250.
  • Ganzes 3. Obergeschoss ohne Garten: 10 bis 17.15 Uhr 600, 13 bis 17.15 Uhr 450, 14 bis 24 Uhr 950.
  • Garten und Schlossgewölbe: 13 bis 17.15 Uhr 600.
  • Garten, Terrasse, Entrée und Schlossgewölbe: 13 bis 17.15 Uhr 700.
  • Terrasse, Entrée und Schlossgewölbe ohne Garten: 13 bis 17.15 Uhr 400.
  • Garten, Terrasse, Entrée, Schlossgewölbe und ganzes 3. Obergeschoss: 13 bis 24 Uhr 1500.

Bei den Zeiten bis 24 Uhr ist eine Verlängerung bis 1 Uhr möglich. Die Uhrzeiten gelten laut Website als Richtzeiten. Die Preise enthalten die Raummiete inklusive Seminar- oder Bankettbestuhlung. Für Infrastruktur wie Apéro-Stehtische, Geschirr, Küchenmaschinen, Tischtücher und Servietten kommen pro Person Fr. 8.– für Apéros und Fr. 15.– für Bankettessen dazu, mit einem Spezialpreis bei Buchung von Apéro und Bankett, abgerechnet über den Caterer. Zusätzlichen Personalaufwand verrechnet das Schloss mit Fr. 65.– pro Stunde. Mietpreise und Reservationsbedingungen stehen zusätzlich als PDF bereit.

Die Rückmeldungen auf der Website sind kurz. Ein Paar dankt «für den tollen Apéro an unserer Hochzeit. Er wurde viel gerühmt.» Ein anderes schreibt: «es war der schönste Ort bei herrlichem Sonnenschein».

Das Haus und sein Programm

Das Menü der Website zeigt, wie das Schloss aufgebaut ist. Es führt die Räume einzeln auf, vom Sodbrunnenraum über das Schlossgewölbe, die Landvogtstube und die Jägerstube bis zu den Gruppenräumen und dem Plenum im 3. Obergeschoss, dazu den Schlossgarten. Dazu führt es eigene Seiten zu Rahmenprogrammen und zur Umgebung.

Das Schloss ist zugleich ein öffentlicher Ort. Die Startseite kündigt für Oktober 2026 eine Ausstellung zu Ritterorden und für Dezember 2026 eine Kunsthandwerks-Ausstellung an, und die News berichten von einem Adventsbrunch und von Sonntagnachmittagen im Schlossgarten. Die Stiftung wirbt um Spenden, «Damit das Schloss auch weiterhin für alle offen bleibt!» Wer ein Datum sucht, prüft also besser früh, ob an diesem Tag eine eigene Veranstaltung des Schlosses geplant ist.

Was die Website offenlässt

Die Website nennt keine Kapazitäten. Wie viele Gäste im Plenarsaal an Tischen sitzen, wie viele im Schlosskeller zum Apéro stehen oder in der Landvogtstube der Trauung beiwohnen, steht auf den Hochzeits- und Preisseiten nicht. Das ist für die Planung die wichtigste Lücke, denn der Preis hängt an der Raumwahl und die Raumwahl an der Gästezahl.

Welche Caterer unter Vertrag stehen und was ein Menü kostet, sagt die Hochzeitsseite nicht, dafür verweist sie auf die Seite «Catering». Ob ein Paar einen eigenen Caterer mitbringen kann, erwähnt die Website nicht. Eine Gebühr für die Nutzung der Landvogtstube bei der Ziviltrauung nennt die Preisseite nicht.

Zu Musik und Lautstärke im Städtli und zu Übernachtungen im Schloss sagt die Website nichts. Anreise und Parkplätze behandelt das Menü auf einer eigenen Seite «Anfahrt», die Hochzeitsseite geht darauf nicht ein.

Für welches Paar es passt

Schloss Greifensee passt zu einem Paar aus der Region Zürich, das früh budgetieren möchte. Mit den publizierten Preisen lässt sich die Raummiete ausrechnen, bevor man die erste Mail schreibt, und die Wintersaison ist für das ganze Schloss günstiger als der Sommer. Wer zivil in der Landvogtstube heiraten und danach im Schlossgarten mit Seeblick anstossen will, findet hier beides im selben Haus.

Weniger passend ist es für ein Paar, das kurzfristig an einem Samstag heiraten möchte, denn die Samstagstermine sind wenige und werden beim Amt reserviert. Und wer lange tanzen will, plant mit dem Ende um 24 Uhr oder der Verlängerung bis 1 Uhr.

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