Gasthaus Gerschnialp

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Das Gasthaus Gerschnialp ist ein Berggasthaus mit Restaurant und Pension auf der Gerschnialp in 6390 Engelberg. Geführt wird es von der Familie Andreas und Christine Häcki, auf der Seite für Bankettanfragen steht der Name Häcki-Clark. Das Haus beschreibt sich selbst als «Urchig, gemütlich und mit einem Hauch einer Berghütte», und das trifft den Ton der ganzen Website: kein Grandhotel, sondern ein Gasthaus in den Bergen, das im Sommer Wanderer und im Winter Skifahrer bewirtet und daneben Feste ausrichtet. Das Restaurant heisst Restaurant Ritz Gerschnialp, in der Fusszeile auch Café Ritz, und steht unter dem Motto «Gutbürgerlich & saisonal».

Für ein Hochzeitspaar ist das eine klare Ansage. Hier gibt es eine bodenständige Küche, die sich nach der Jahreszeit richtet, eine Sonnenterrasse und eine Gastgeberfamilie, die man persönlich am Telefon hat. Die Website ist auf Deutsch und hat eine englische Fassung, auf der die Bankettseite denselben Inhalt wiedergibt: «We serve you as our guest according to your wishes.» Wer Gäste aus dem Ausland einlädt, kann ihnen die Seite also in ihrer Sprache schicken. Weitere Sprachen als Deutsch und Englisch nennt die Website nicht, und die Bankettanfrage selbst ist auf Deutsch formuliert.

Wie eine Hochzeit hier abläuft

Die Seite zu Festen und Banketten fasst das Angebot in drei Sätzen zusammen: «Feste sollte man feiern, wenn sie fallen! Unsere gemütlichen Lokalitäten bieten Platz für 200 Personen. Sei es für Familienanlässe, Geburtstage, Hochzeiten, Tagungen oder Vereinsausflüge: wir verköstigen Sie als unseren Gast nach Ihren Wünschen.» Hochzeiten stehen dort in einer Reihe mit Geburtstagen, Tagungen und Vereinsausflügen. Das Haus hat also Übung mit grossen Gesellschaften, eine eigene Hochzeitsabteilung oder ein Hochzeitspaket beschreibt es nicht. Im Zentrum steht das Essen: Das Haus «verköstigt» seine Gäste nach Wunsch, die Küche ist die eigene des Restaurants.

Für die Planung verweist die Website auf ihre Menüvorschläge: «Beachten Sie bitte unsere passenden Menuevorschläge für Feste & Bankette.» Die Vorschläge sind als eigener Link aufgeführt. Ihr Inhalt und ihre Preise stehen nicht auf der Bankettseite selbst, ein Paar sollte sie also beim Haus anfordern, bevor es ins Gespräch geht. Dass es solche Vorschläge gibt, ist praktisch: Man muss das Menü nicht bei null beginnen, sondern kann aus dem wählen, was die Küche für Bankette ohnehin anbietet.

Wie eine Anfrage läuft, beschreibt die Seite «Bankett-Anfrage»: «Für eine reibungslose Planung Ihres Festes oder Anlasses bitten wir Sie uns telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren, damit wir gezielt auf Ihre Wünsche und Vorstellungen eingehen können.» Es gibt also kein Formular mit Gästezahl und Datum, sondern das Gespräch mit der Familie. Für ein Paar, das lieber einmal anruft als drei Mails schreibt, ist das angenehm.

Für den Sommer hat das Haus eine Sonnenterrasse, die im Menü unter dem Restaurant eine eigene Rubrik hat. Ein Apéro draussen vor dem Essen in den Lokalitäten ist damit naheliegend. Wie viele Personen auf der Terrasse Platz finden und was bei Regen gilt, schreibt die Website nicht.

Zur Trauung selbst sagt die Website nichts. Ein Trauungslokal, eine freie Zeremonie auf der Alp oder eine Kapelle in der Nähe werden nicht erwähnt. Das Gasthaus ist nach dem, was die Website zeigt, der Ort für das Fest danach.

Die Belege von der Website

Kapazität: «Unsere gemütlichen Lokalitäten bieten Platz für 200 Personen», auf der englischen Seite «can accommodate up to 200 people». Wie sich die 200 Plätze auf einzelne Räume verteilen, steht nicht da.

Küche: «Gutbürgerlich & saisonal», das Restaurant ist das des Hauses. Für Bankette gibt es Menüvorschläge.

Übernachtung: «Für unsere Gäste, die eine Unterkunft in freier, ruhiger Bergkulisse mögen, bieten wir eine Pension für 35 Personen.» Die Zimmer «wurden erst kürzlich renoviert und verfügen alle über Dusche und WC», WLAN ist kostenlos. Ein Teil der Hochzeitsgesellschaft kann also im Haus übernachten, bei einem grossen Fest aber nicht alle. Die Website führt eigene Seiten zu Zimmerpreisen, Reservationsanfrage und Buchungskonditionen.

Winter: Die Zimmerseite enthält einen deutlichen Hinweis: «Bitte achten Sie darauf, dass wir im Winter während der Hauptsaison nur Anfragen/Buchungen von mehr als 3 Tagen annehmen können!» Das betrifft die Zimmer. Wer im Winter heiratet und Gäste nur für eine Nacht unterbringen will, muss das mit dem Haus klären.

Umgebung: Das Menü zeigt, wofür das Haus sonst da ist. Unter «Erlebnis» stehen Ausflugstipps und Wandergebiet für Sommer und Winter, ein Skilift, Langlauf, Schneeschuhwandern und eine Schlittelbahn. Für Hochzeitsgäste, die ein Wochenende bleiben, ist das ein Programm für den Tag danach.

Anreise: Die Website hat im Menü die Rubriken «Fahrdienst» und «So finden Sie uns». Auf den Seiten zu Festen, Bankettanfrage und Zimmern selbst steht zur Anreise und zu Parkplätzen nichts.

Kontakt: Telefon +41 (0)41 637 22 12, E-Mail info@gasthaus-gerschnialp.ch.

Was die Website offenlässt

Preise für Bankette nennt die Bankettseite nicht, weder pro Person noch als Pauschale, Saalmiete oder Mindestkonsumation. Die Menüvorschläge sind die erste Anlaufstelle, der Rest ist ein Gespräch mit der Familie.

Offen ist auch die Raumaufteilung. Die Website nennt die 200 Plätze als Summe der «Lokalitäten», aber nicht, wie viele Räume es sind und ob eine kleinere Hochzeit einen eigenen Raum bekommt oder neben dem Restaurantbetrieb stattfindet. Ob das Haus für eine Hochzeit exklusiv gemietet werden kann, steht ebenfalls nicht da.

Ob ein externer Caterer, eine Torte von aussen oder eine eigene Band erlaubt ist, schreibt die Website nicht. Auch eine Endzeit für den Abend fehlt auf den Seiten zu Festen und Banketten.

Die Öffnungszeiten über das Jahr stehen auf einer eigenen Seite, nicht auf der Bankettseite. Ob Hochzeiten in der Zwischensaison möglich sind, sollte man deshalb direkt erfragen, ebenso wie weit im Voraus man ein Datum reservieren muss.

Für welches Paar das Gasthaus passt

Das Gasthaus Gerschnialp passt zu einem Paar, das eine grosse, gesellige Hochzeit in den Bergen feiern will, ohne dafür ein Grandhotel zu brauchen. 200 Plätze reichen für eine richtig grosse Familie mit Freundeskreis, die Küche ist gutbürgerlich und saisonal, und die Gastgeberfamilie ist direkt am Telefon erreichbar. Für eine Sommerhochzeit mit Apéro auf der Sonnenterrasse und einer Übernachtung für die engsten Gäste in der Pension ist das Haus gut aufgestellt.

Weniger passend ist es für ein Paar, das Gourmetküche oder einen Planer mit festem Hochzeitspaket sucht, denn beides beschreibt die Website nicht. Wer im Winter heiraten und viele Gäste nur eine Nacht unterbringen will, stösst auf die Regel mit den Mindestaufenthalten in der Hauptsaison. Wer dagegen die Gäste zum Wandern oder Schlitteln über das Wochenende einlädt, findet hier einen urchigen Ort, an dem das Fest und die Berge zusammengehören.

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