Lieblingsmensch Zeremonie

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Iris Emini, geboren 1988 in Chur, ist Zeremonienleiterin für freie Trauungen und Abschiedsfeiern und arbeitet unter dem Namen Lieblingsmensch Zeremonie. Der Seitentitel nennt eine Adresse in Chur, in der Fusszeile steht Murg, St. Gallen, und von Murg aus rechnet sie auch ihre Reisespesen. Ihr Grundsatz steht auf der Startseite: „Bei mir gibt es weder Hochzeits- noch Abschiedszeremonien von der Stange." Wer eine Trauung auf „Bündnerdütsch" möchte, ist bei ihr laut eigener Aussage richtig.

Der Weg zur Zeremonienleiterin

Ihr Werdegang ist ungewöhnlich und auf der Seite über sie offen erzählt. Sie ist gelernte Konditorin-Confiseurin und schreibt, bei Schokohasen, Marzipan und Schwarzwäldertorten könne sie nicht widerstehen. Trotzdem habe ihr etwas gefehlt: „Meine Highlights waren vor allem zwischenmenschlicher Art." Danach bediente sie 10 Jahre lang Gäste in einer Churer Traditionsbar und in einem bekannten Café der Stadt. Weil ihr auch dort der Kontakt zu oberflächlich war, begann sie 2015 eine Ausbildung zur Sozialpädagogin. Über diesen Beruf schreibt sie: „Endlich darf ich mehr als nur ein paar Worte mit den Menschen teilen."

Zur Zeremonienleitung kam sie, als sie ihre eigene Hochzeit vorbereitete und nach einer Zeremonienleiterin suchte. Dabei stiess sie immer wieder auf die Ausbildung, und sie hatte schon mehrere freie Trauungen erlebt und war, wie sie schreibt, „von der Leichtigkeit und der Bandbreite der Möglichkeiten begeistert". Dazu kam eine persönliche Erfahrung: Sie durfte einen grossen Teil der Abschiedsfeier für ihren Vater mitgestalten, der mit 53 Jahren plötzlich starb. Sie schreibt, sie habe selbst gespürt, wie gut ein stimmiger Abschied tut: „Genau so würde es ihm gefallen!" Die Feier für ihren Vater beschreibt sie als wunderschön, berührend und „mit einer gewissen Leichtigkeit versehen". Seither sei ihr klar: «Wenn man schon Abschied nehmen muss, dann so.» In der Zeremonienleitung könne sie ihre Leidenschaften verbinden, zuhören und reden und „mit kreativen Ideen und Fingerspitzengefühl ganz besondere Zeremonien erschaffen".

Ihr Profil beginnt mit einer Reihe von Stichworten, darunter „Wasserratte, Wandervogel, Lagerfeuer-Fan" und „kreativ, verrückt, energiegeladen, positiv, offen, herzlich, unkompliziert, humorvoll". Neben der Arbeit sei sie gern unter Menschen, etwa bei einem Grillfest oder beim Schwimmen am Crestasee. Über die Liebe schreibt sie mit einem Augenzwinkern. Seit über 20 Jahren habe sie ihren Lieblingsmenschen an ihrer Seite und deshalb schon einiges über die Liebe mitbekommen, „ihre Schokoladenseiten und eben auch die anderen". Sie brenne dafür, Paare zu trauen, „die sich gefunden haben und sich mit all ihren Ecken und Kanten begehren".

Wie eine freie Trauung bei ihr abläuft

Die Seite zur Trauung beschreibt 4 Schritte. Zuerst das Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen oder per Video-Call, unverbindlich, um herauszufinden, „ob wir uns sympathisch sind und welche Vorstellungen und Wünsche ihr bereits habt". Dann das Gestaltungsgespräch, bei dem sich Paar und Rednerin persönlich treffen und festlegen, wie die Zeremonie im Detail aussehen soll: „Ich bin gespannt auf eure Geschichten, um daraus den Stoff für eure persönliche und unvergessliche Zeremonie zu weben."

In der Vorbereitung schreibt sie die Rede, während das Paar die letzten Details organisiert. „Aus euren Informationen entsteht eine fesselnde und berührende Geschichte." Am Tag selbst begleitet sie das Paar „mit berührenden Worten und bewegenden Ritualen", und das Paar kann sich zurücklehnen.

Ihren Stil beschreibt die Startseite so: „Die Spannung soll euch fesseln, das ein oder andere Schmunzeln darf über eure Lippen huschen und vor allem soll es genau zu euch oder eurem Lieblingsmenschen passen." Auf der Trauungsseite heisst es, die Zeremonie solle mit Gänsehaut und Freudentränen, mit Humor und Tiefgang entstehen. Für Hochzeit und Abschied gilt laut Startseite dasselbe: Beides seien Momente, die Herzen berühren und so einzigartig gestaltet werden sollen wie die Menschen, um die es geht. Deshalb wolle sie „empathisch und voller Fantasie, Kreativität und Energie" gemeinsam mit dem Paar herausfinden, wie der Moment aussehen soll. Den Ton setzt sie gleich selbst: dass die Socken neben dem Wäschekorb noch heute nerven, sei „ok".

Preis und Leistungen

Die Website nennt einen festen Preis von CHF 2200. Darin enthalten sind laut Website:

  • ein ausführliches Planungsgespräch von ca. 3-4 Stunden
  • das Erstellen des detaillierten Zeremonienablaufs
  • das Schreiben der individuellen Hochzeitszeremonie
  • Kontakt per Mail, WhatsApp und Telefon während der Vorbereitung
  • hochwertige Technik mit Lautsprecher und 2 Mikrofonen
  • Leitung und Durchführung der Zeremonie
  • die Rede in schriftlicher Form als Andenken

Das Kennenlernen ist unverbindlich und kostenlos. Dazu kommen Reisespesen von CHF 0.70 pro Kilometer, wobei laut Website für Zeremonien innerhalb von 50 Km ab Murg keine Reisespesen berechnet werden.

Neben der Trauung bietet sie auf derselben Seite ein Liebesversprechen, eine Eheerneuerung oder eine Feier zum Hochzeitsjubiläum an, dazu Abschiedsfeiern als Trauerrednerin. Auf ihrer Seite über sich erwähnt sie ausserdem einen Auftritt im Podcast „Momäntufnahm".

Empfehlungen und Locations

Unter „Empfehlungen" verlinkt die Website Seiten zu Fotografie, Musik, Make-up, Floristik und Locations. Auf der Location-Seite stellt sie zwei Häuser vor, jeweils mit deren eigenem Text. Das Grotto Fläscher Bad in Fläsch beschreibt sich als „Ein einzigartiger gastronomischer Juwel inmitten der bezaubernden Bündner Herrschaft" und gibt „maximal 65 Gäste" als ideal an. Das Kurhaus Lenzerheide nennt sich ideal für 60-120 Gäste und bietet laut Text Übernachtung im Hotel, wobei die Location-Miete im Angebot inbegriffen sei. Paare können dort je nach Verfügbarkeit für jeden Programmpunkt einen anderen Raum wählen, etwa Apéro im Park, Dinner im Salon Rouge und Party im Weinkeller. Das Grotto verweist für Catering auf einen eigenen Partner-Service und kocht ein Monats-Menü nach dem Motto Heimat und Saison. Beide Häuser sind Empfehlungen, keine eigenen Räume von Iris Emini.

Was die Website offenlässt

Die Website nennt keine Dauer der Zeremonie und keine Vorlaufzeit. Ob sie auch nur eine Rede schreibt, die jemand anderes hält, steht nicht auf der Seite. Zur Sprache sagt sie ausdrücklich Bündnerdütsch, ob sie auch auf Hochdeutsch traut, bleibt offen. Kundenstimmen zeigt die Website auf diesen Seiten nicht.

Für welches Paar Lieblingsmensch passt

Iris Emini passt zu Paaren, die eine Trauung ohne religiösen Bezug planen, Leichtigkeit und Humor schätzen und eine Zeremonie auf Bündnerdütsch wollen; so fasst sie es auf ihrer Seite selbst zusammen. Der feste Preis mit klarer Leistungsliste und Technik inklusive macht die Planung einfach, und das lange Planungsgespräch von 3-4 Stunden zeigt, wie viel Zeit sie in die Geschichte des Paares steckt.

Wer weiter als 50 Km von Murg entfernt heiratet, rechnet die Kilometerspesen dazu. Paare, die eine hochdeutsche Zeremonie brauchen, klären das im kostenlosen Kennenlernen.

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