MissionLove

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Eine Traurednerin für mehrsprachige Paare, seit 2015

MissionLove ist das Angebot von Manuela Lopatic-Hafner, freie Traurednerin mit Sitz an der Köllikerstrasse 5 in Oberentfelden im Kanton Aargau. Sie schreibt: «Seit 2015 durfte ich über 380 Paare bei einem der persönlichsten Momente ihres Lebens begleiten», in der Schweiz und an Orten im Ausland. Die Website nennt acht Sprachen, in denen sie traut: Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, English, Français, Italiano, Español, Português und Srpskohrvatski. Die Seite selbst gibt es auf Deutsch und Englisch.

Wie sie zu diesem Beruf kam, erzählt sie knapp: es begann mit der Suche nach einer mehrsprachigen Trauung für ihre eigene Hochzeit. Heute beschreibt sie sich als Traurednerin, Sprachfan, Reisende und Geschichtenerzählerin, «seit 2015 mit MissionLove im Auftrag der Liebe unterwegs». Was sie an der Arbeit nach wie vor mag, fasst sie so: Menschen kennenlernen, ihre Geschichten hören, Sprachen und Kulturen verbinden.

Die Handschrift: eure Geschichte, keine Vorlage

Das Kernversprechen steht gleich oben auf der Startseite: «Es geht nicht um irgendeine schöne Traurede. Es geht um eure Geschichte.» Darunter schreibt sie, worum es in ihren Zeremonien geht: um «die kleinen Dinge, über die nur ihr lachen könnt», um «Menschen, die euch geprägt haben», um unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Familien, und um eine Zeremonie, bei der die Gäste irgendwann vergessen, dass sie gerade einer Traurede zuhören. «Es darf emotional werden. Es soll gelacht werden.»

Im Abschnitt über ihre Handschrift wird sie deutlicher: keine Vorlagen, keine austauschbaren Reden und kein «Das macht man eben so an einer Hochzeit». Weiter: «Für jede Zeremonie nehme ich mir Zeit, euch wirklich kennenzulernen. Aus unseren Gesprächen, euren Antworten und all den kleinen Geschichten dazwischen entsteht eure ganz persönliche Trauung.» Den Ton beschreibt sie mit drei Gegensatzpaaren: «Emotional, aber nicht kitschig. Humorvoll, aber niemals aufgesetzt. Persönlich, aber nie unangenehm.» Nach über 380 Hochzeiten bringe sie einiges an Erfahrung mit, Routine sei daraus trotzdem nie geworden.

Die Dauer einer Trauung gibt die Website mit ungefähr 30 bis 45 Minuten an.

Mehrsprachige Trauungen

Das ist der Bereich, in dem sich MissionLove am klarsten von anderen Angeboten abhebt. Die Website beschreibt die Ausgangslage so: «Vielleicht kommt ihr aus unterschiedlichen Ländern. Vielleicht leben eure Familien auf verschiedenen Seiten der Welt. Oder ihr heiratet in der Schweiz und möchtet, dass sich auch eure internationalen Gäste als Teil der Zeremonie fühlen.» Dabei werde nicht Satz für Satz übersetzt. Die Sprachen würden so verbunden, dass «eine natürliche Zeremonie entsteht, die lebendig bleibt und möglichst alle Gäste mitnimmt. Denn eine Sprache sollte bei einer Hochzeit niemals eine Grenze sein.»

Für ein Paar, bei dem die eine Familie Schweizerdeutsch spricht und die andere Portugiesisch oder Serbokroatisch, ist das ein echtes Argument: es braucht keine zweite Rednerin und keine Übersetzung vom Blatt. Auf der Startseite verweist sie zudem auf ein Podcast-Gespräch der Reihe Hochzytskafi über multikulturelle Hochzeiten.

Angebote und Preise

Die Website führt vier Angebote: die freie Trauung, Destination Weddings, das Microwedding und das Elopement.

Das Elopement beschreibt sie so: «Nur ihr zwei. Eine persönliche Zeremonie an einem besonderen Ort in der Schweiz – ohne grosses Hochzeitsprogramm und ohne Erwartungen von aussen.» Der Preis laut Website: CHF 1'500.– von Sonntag bis Donnerstag.

Das Microwedding steht unter dem Titel «Klein heiraten. Gross fühlen.» Gefeiert wird mit maximal 15 Gästen und einer freien Trauung, die laut Website genauso individuell entsteht wie eine grosse Zeremonie. Preis: CHF 1'900.–, ebenfalls Sonntag bis Donnerstag.

Für Destination Weddings schreibt sie: «Ich begleite internationale und mehrsprachige Destination Weddings in der Schweiz, in Europa und darüber hinaus.» Gemeint sind Paare aus der Schweiz, die im Ausland heiraten, und Paare aus dem Ausland, die für ihre Hochzeit in die Schweiz kommen. Als Beispiele für Orte nennt die Startseite ein Castello in Italien, das Meer und die Schweizer Berge.

Die Bewertungen auf der Startseite stammen von Google; die Website zeigt 5.0 bei 61 Bewertungen. Alexander Furer schreibt: «Manuela hat genau den richtigen Ton getroffen: emotional, aber nicht überladen; persönlich, aber nie kitschig; professionell, aber trotzdem sehr herzlich.» Elisa und Etienne Spillmann loben die Trauung für ihre zweisprachige Hochzeit im Tessin, Hannah Patton schreibt über ihr Elopement: «She made our ceremony so personal you would have thought she had been in our lives for many years.» Stefanie E. hält fest: «Es wurde gelacht, geweint und von Herzen mitgefühlt, nicht nur von uns, sondern auch von unseren Gästen.» Madeline Shriver hebt in ihrer englischen Bewertung hervor, dass Manuela Schweizer Traditionen in die Zeremonie eingebaut habe, und Vivianne Meyer erwähnt, sie habe an Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung gedacht.

Eine Änderung ab 2027

Wichtig für die Planung: die Website kündigt an, dass ab Mitte September 2027 der Schwerpunkt auf Destination Weddings und internationalen Hochzeiten liegt. «Im Wallis, in der Westschweiz, in Graubünden und im Tessin bin ich weiterhin regulär für freie Trauungen buchbar. In der Deutschschweiz begleite ich ab diesem Zeitpunkt nur noch eine ausgewählte Anzahl an Hochzeiten», etwa in bestimmten Locations oder wenn sie beim Kennenlernen merkt, dass es passt. Anfragen seien trotzdem jederzeit willkommen.

Was die Website offenlässt

Die Website nennt keinen Preis für die klassische freie Trauung und keinen für Destination Weddings. Auch für Elopement und Microwedding an einem Freitag oder Samstag steht keine Zahl da; die publizierten Preise gelten ausdrücklich von Sonntag bis Donnerstag.

Die Website nennt keine Reisekosten, was bei Destination Weddings eine wichtige Frage ist. Wie viele Vorgespräche es gibt und ob sie vor Ort oder per Video stattfinden, beschreibt die Startseite ebenfalls nicht. Die Anfrage beginnt mit vier Fragen: wo, wann, in welchen Sprachen, und wer das Paar ist.

Für welches Paar MissionLove passt

MissionLove passt zu Paaren mit zwei oder mehr Sprachen in der Familie, die eine Zeremonie wollen, in der sich alle Gäste angesprochen fühlen. Es passt zu Paaren, die zu zweit oder im kleinen Kreis unter der Woche heiraten und dafür einen festen Preis kennen möchten, und zu Paaren, die im Ausland oder aus dem Ausland in der Schweiz heiraten.

Auch wer im Wallis, in der Westschweiz, in Graubünden oder im Tessin heiratet, kann sie laut Website weiterhin regulär buchen. Paare aus der Deutschschweiz mit einem Termin ab Herbst 2027 sollten die angekündigte Einschränkung kennen und früh anfragen. Wer eine persönliche Zeremonie ohne Vorlage sucht und bereit ist, viel von sich zu erzählen, findet hier eine Traurednerin mit langer Erfahrung und einer klaren Handschrift.

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