The Sartorialist
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The Sartorialist ist das Herrengeschäft von Alexander Shubin in der Zürcher Innenstadt. Die Adresse lautet Kuttelgasse 7, 8001 Zürich, und die Website beschreibt die Lage als «Vis-à-vis Park Hyatt Hotel». Shubin stellt sich als Gründer vor und war nach eigener Angabe langjähriger Geschäftsführer des ersten Tom Ford Stores Europas in Zürich, bevor er sein eigenes Geschäft für Herren eröffnete. Das Atelier fertigt Massanzüge und Masshemden und verkauft daneben Mode von Marken wie Gran Sasso, Woolrich, Jacob Cohën, Orazio Luciano, Maria Santangelo und Paul & Shark. Die Hochzeit ist ein Schwerpunkt: Ein grosser Teil der Website beantwortet Fragen rund um den Hochzeitsanzug.
Wie ein Hochzeitsanzug bei The Sartorialist entsteht
Die Beratung ist laut Website «der Herzschlag von The Sartorialist». Wer einen Termin bucht, bekommt mindestens 60 bis 90 Minuten Zeit. Den Ablauf beschreibt die FAQ in sechs Schritten.
Zuerst ein persönliches Gespräch über den Rahmen der Hochzeit, den Stil, die Farben und allfällige Fotos, Wünsche oder ein Motto. Dann die Stoffauswahl, bei der man die Stoffe sieht, fühlt und vergleicht, von matt bis glänzend, von Leinen bis Kaschmir. Es folgt die Schnittberatung mit den Richtungen klassisch, modern, italienisch und britisch, verbunden mit einer ehrlichen Einschätzung, was zur Figur passt. Die Vermessung arbeitet laut Website mit über 30 Parametern. Danach wählt der Kunde Kragenform, Taschen, Knöpfe, Innenfutter, Initialen und weitere Details. Zum Schluss kommen Anprobe und Feinschliff: Zwei bis drei Wochen später ist der Anzug zur Anprobe bereit, kleine Änderungen werden vor Ort gemacht.
An anderer Stelle beschreibt die Website den Prozess etwas anders: Nach ungefähr 3 bis 5 Wochen sei der Anzug zur Anprobe bereit, und kleinere Anpassungen würden bei Bedarf kostenlos vorgenommen. In der Vorteilsliste steht zudem: «Schnellste Lieferzeit der Schweiz: in 20 Arbeitstagen abholbereit!»
Für die Hochzeit nennt die Website eine klare Empfehlung zur Vorlaufzeit: den Termin mindestens 8 bis 10 Wochen vor der Hochzeit buchen, besser früher. Für sehr exklusive Stoffe oder saisonale Modelle wie Sommerleinen oder Tweed könne die Lieferzeit länger sein. Kurzfristige Anfragen seien in Ausnahmefällen möglich.
Die Stilrichtungen für Hochzeiten listet die Website auf: den klassischen Dreiteiler mit Weste, den modernen Slim-Fit-Anzug, den italienischen Leinenanzug für Sommerhochzeiten, Smoking oder Dinner Jacket für formelle Abendanlässe, den Vintage-Anzug mit Tweed oder Karos für rustikale Settings und farbige Anzüge, etwa in Dunkelgrün, Bordeaux oder Beige. Für Smokings führt das Atelier nach eigener Angabe italienische Mohair-Woll-Mischungen.
Die Website denkt auch an die Zeit nach dem Fest. Schon in der Beratung achte man darauf, dass der Anzug vielseitig bleibt: mit klassischen Farben wie Navy, Anthrazit oder Dunkelgrün, dezenten Stoffen ohne auffällige Muster, der Möglichkeit, Weste oder Accessoires separat zu tragen, und Details wie Knöpfen oder Innenfutter, die sich leicht ändern lassen. So wird aus dem Hochzeitsanzug ein Anzug für Geschäftstermine, Empfänge oder ein elegantes Abendessen.
Stoffe, Hemden und Accessoires
Die Stoffe stammen laut Website ausschliesslich von italienischen Webereien, genannt werden Loro Piana, Vitale Barberis Canonico, Drago und Reda, an anderen Stellen Zegna, Solbiati und Cerruti, und für besonders edle Varianten auch Scabal. Zur Auswahl stehen über 1000 Stoffe. Für Sommerhochzeiten empfiehlt die Website Leinen, Woll-Leinen-Mischungen, Super-130- oder 150-Wolle und luftige Gewebe aus Trockenwolle. Alle Anzüge sind laut Vorteilsliste in «Full Canvas» Verarbeitung gefertigt und zu 100 Prozent «Made in Italy».
Ein Masshemd empfiehlt das Atelier ausdrücklich zum Anzug. Zur Wahl stehen über 400 Hemdenstoffe, von Popeline bis Sea-Island-Cotton, von Marken wie Canclini, Albini und Thomas Mason. Für Hochzeiten besonders beliebt seien weisse oder cremefarbene Hemden mit verdeckter Knopfleiste und Umschlagmanschetten.
Bei den Accessoires nennt die Website Fliegen, Krawatten, Einstecktücher, Manschettenknöpfe, Westen und Ledergürtel. Auch Farbabstimmungen zum Brautkleid oder zur Dekoration seien möglich.
Die Männerrunde ist eingeschlossen. Auf die Frage, ob das Atelier auch Trauzeugen und den Vater des Bräutigams einkleidet, antwortet die FAQ: «Ja, selbstverständlich.» Besonders beliebt seien abgestimmte Westen oder farblich passende Krawatten für die Trauzeugen.
Preise, Zahlung und Kontakt
Die Website nennt einen Einstiegspreis: «Massanzüge schon ab 1690.- CHF». In der FAQ zum Hochzeitsanzug heisst es, mit einem besonders edlen Stoff von Loro Piana oder Scabal, einem luxuriösen Innenfutter, aufwendigen Details oder einer handvernähten Weste könne der Hochzeitsanzug auch CHF 1'500 bis CHF 2'500 kosten. Die untere Zahl dieser Spanne liegt unter dem Einstiegspreis, wer genau rechnen will, fragt also nach. Die Beratung im Geschäft ist laut Website kostenlos.
Oben auf der Seite steht: «Alle Produkte auf Ratenzahlung mit 0% Zins». Das Menü führt dazu einen eigenen Punkt «Massanzugkauf auf raten».
Zum Service schreibt Shubin, man habe bei ihm immer mit ihm selbst zu tun: «Kein Kleidungsstück wandert über meinen Ladentisch, von dessen hoher Qualität ich mich nicht mit eigenen Augen und Händen überzeugt habe.» Er verspricht einen persönlichen Service, bei dem man weder Wartezeiten noch ständig wechselnde Mitarbeiter in Kauf nehmen muss. Die Website nennt über 20 Jahre Erfahrung in der Massanfertigung.
Beratungen ausserhalb von Zürich und internationale Termine sind laut Website nach vorheriger Absprache möglich. Kontakt: Kuttelgasse 7, 8001 Zürich, Telefon +41 43 243 02 77 oder +41 76 488 06 30, E-Mail store@thesartorialist.ch. Die Website ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.
Was die Website offenlässt
Die Angaben zur Zeit widersprechen sich leicht: zwei bis drei Wochen bis zur Anprobe in einem Abschnitt, 3 bis 5 Wochen in einem anderen, 20 Arbeitstage bis zur Abholung in der Vorteilsliste. Für die Hochzeit gilt die Empfehlung von 8 bis 10 Wochen, wie viele Anproben es insgesamt gibt, bleibt aber offen. Auch die Preisangaben passen nicht ganz zusammen, und was ein Masshemd, eine Weste oder ein Smoking kostet, steht nicht da.
Wo in Italien die Anzüge gefertigt werden, nennt die Website nicht. Offen bleibt auch, wie die Ratenzahlung genau funktioniert und ob sie für Massanzüge ohne Einschränkung gilt. Öffnungszeiten stehen nicht auf der Startseite, die Kontaktseite ist verlinkt.
Für wen The Sartorialist passt
The Sartorialist passt zu einem Bräutigam aus der Region Zürich, der einen Anzug nach Mass aus italienischen Stoffen will und Wert auf eine lange, persönliche Beratung legt. Die grosse Stoffauswahl, das Masshemd aus über 400 Stoffen und die Accessoires machen es möglich, das ganze Outfit an einem Ort zu planen, auch für Trauzeugen und Väter. Der publizierte Einstiegspreis und die zinslose Ratenzahlung helfen bei der Budgetplanung.
Weniger passt das Atelier für jemanden, der wenige Wochen vor der Hochzeit einen Anzug braucht, auch wenn Ausnahmen laut Website möglich sind. Und wer sich auf eine einzige Lieferfrist verlassen will, sollte die Zeitangaben beim ersten Termin klären.