Noya Secondhand Bridal

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Noya Secondhand Bridal ist ein kleines Atelier für gebrauchte Brautkleider an der Lindenstrasse 24 in 4123 Allschwil. Gegründet haben es Lea und Hanna, zwei Freundinnen, die das Projekt nach ihren beiden Hochzeiten im Jahr 2020, "mitten im Corona Lockdown", auf die Beine gestellt haben. Beide führen Noya "nebenberuflich als Herzensprojekt", wie sie auf ihrer Website schreiben. Im Januar 2024 sind sie in ihr erstes eigenes kleines Atelier gezogen und machen die Anproben seither von dort aus.

Der Leitsatz steht gross auf der Startseite: "Wir schenken Brautkleidern eine zweite Chance geliebt zu werden." Das Ziel beschreiben die beiden so: Brautkleider sollen nicht nur einmal getragen werden und danach "im Kasten verstauben", sondern mehrere Male geliebt werden dürfen. Das schone "sogleich das Portemonnaie, als auch die Umwelt". Noya spricht damit zwei Gruppen an: Bräute, die ein Kleid suchen, und Bräute, die ihr Kleid nach der Hochzeit weitergeben wollen.

Der Ton der Website ist persönlich und direkt, man wird durchgehend geduzt. Im Abschnitt "Das sind wir" stellen sich die beiden mit dem Satz vor: "Unser Herz schlägt für die Liebe und für wundervolle Hochzeiten." Und sie fassen zusammen, was Noya sein will: "traumhafte Secondhand Brautkleider und dein ganz persönlicher Brautmoment". Wer hier anfragt, hat es also nicht mit einer grossen Boutique zu tun, sondern mit zwei Personen, die das Atelier selbst führen und die Anproben selbst begleiten.

Die Anprobe

Der Ablauf für Bräute, die ein Kleid suchen, ist klar beschrieben. Man schaut sich online die Secondhand-Kleider an und wählt bis zu fünf Kleider aus, die man im Atelier in Allschwil anprobieren möchte. Die Website bittet darum, sich den Kleidernamen zu merken und ihn bei der Buchung anzugeben. Noya bereitet die Auswahl dann vor.

Vor Ort bleibt es nicht bei dieser Liste. "Sollte deine Auswahl dich live doch nicht überzeugen oder sollten wir merken, dass ein anderes Kleid noch sehr gut zu dir passen würde, gehen wir gemeinsam durch unser Secondhand-Sortiment vor Ort", schreibt Noya. Das ist ein wichtiger Punkt. Ein Kleid, das auf dem Foto überzeugt, sieht am eigenen Körper oft anders aus, und wer dann nur eine starre Vorauswahl hätte, ginge mit leeren Händen nach Hause. Bei Noya wird im Zweifel weitergesucht.

Begleitung ist ausdrücklich willkommen. "Bring gerne deine Begleitpersonen mit und erlebe einen unvergesslichen Moment mit Kaffee, Tee oder Sekt bei uns", heisst es auf der Startseite.

Die Konditionen für die Anprobe stehen unter "Anprobe buchen": Ein Termin dauert 1 Std. 30 Min. und kostet 50.- bei Nichtkauf. Wer ein Kleid kauft, bezahlt für die Anprobe also nichts. Gebucht wird über eine Buchungsanfrage auf der Website.

Das Sortiment

Neben den Brautkleidern führt Noya Zubehör. Die Startseite schreibt: "Ausserdem haben wir Schleier, Reifröcke, einige Brautschuhe, Taschen, Stolas, Haarschmuck und Handschuhe, welche wir dir auf Wunsch gerne bei den Anproben zeigen." Wer das Kleid gefunden hat, kann also im gleichen Termin einen Schleier oder einen Reifrock dazu probieren.

Die Kleider sind im Bereich "unsere Kleider" mit Namen aufgeführt. Dass das Sortiment aus Kleidern anderer Bräute besteht, prägt die Auswahl: Sie wechselt, je nachdem, welche Kleider gerade angeboten und verkauft werden.

Das eigene Kleid verkaufen

Die zweite Hälfte des Angebots ist der Verkauf über Noya. Die Unterseite "Brautkleid verkaufen" erklärt das Modell ausführlich, es funktioniert wie eine Kommission.

Noya nimmt das Kleid für mindestens ein halbes Jahr ins Sortiment auf. Den Verkaufspreis bestimmt die Verkäuferin selbst. Wird das Kleid nicht verkauft, entscheidet sie, ob sie es wieder nach Hause nimmt oder weiter bei Noya lässt. "Kommt es nicht zum Verkauf, entstehen für dich keine Gebühren", schreibt Noya. Erst nach einem ersten kostenfreien Jahr verrechnet das Atelier für jedes weitere halbe Jahr eine Lagerungs- und Aufwandgebühr von 30 CHF. Kommt es zum Verkauf, gehen 40% des Verkaufspreises an Noya, 60% gehören der Verkäuferin.

Der Weg dorthin: Man füllt die Verkaufsanfrage auf der Website aus und schickt sie per Mail oder Post. Noya beurteilt das Kleid und meldet sich danach.

Die Aufnahmekriterien sind genau formuliert:

  • Jedes Kleid muss vor dem Verkauf gereinigt worden sein.
  • Noya nimmt keine Kleider an, die teurer als 1500 CHF verkauft werden sollen, weil es den beiden wichtig ist, Bräuten preisgünstige Kleider bieten zu können.
  • Kleider, die vor dem Jahr 2017 gekauft wurden, werden nicht angenommen.
  • Mit Schuhabsatz muss die Körpergrösse mindestens 164cm sein, damit das Kleid aufgenommen wird.

Die Preisobergrenze sagt indirekt auch etwas für Käuferinnen aus: Kein Kleid im Sortiment soll mehr als 1500 CHF kosten.

Kontakt

Noya ist per E-Mail unter noya.secondhandbridal@gmail.com erreichbar, dazu gibt es ein Kontaktformular auf der Startseite und ein Instagram-Konto unter @noya_bridal. Die Adresse des Ateliers ist Lindenstrasse 24, 4123 Allschwil.

Was die Website offenlässt

Die Website nennt keine Öffnungszeiten. Anproben laufen über eine Buchungsanfrage, an welchen Tagen und Uhrzeiten Termine möglich sind, steht nicht auf der Seite. Da Lea und Hanna Noya nebenberuflich führen, lohnt es sich, früh anzufragen.

Die Website nennt keine Vorlaufzeit, also wie lange vor der Hochzeit man sich melden sollte.

Eine Telefonnummer steht nicht auf der Seite, der Kontakt läuft über E-Mail, Formular und Instagram.

Zu Änderungen sagt die Website nichts. Ob Noya Kleider selbst anpasst oder an eine Schneiderei vermittelt, bleibt offen, und bei einem gebrauchten Kleid ist das oft die entscheidende Frage.

Die Website sagt nicht, wie viele Kleider im Sortiment sind, und nennt keine Grössen- oder Preisübersicht für Käuferinnen auf der Startseite.

Zur Anreise nach Allschwil, zu Parkplätzen oder zum öffentlichen Verkehr steht nichts auf der Seite.

Für wen Noya passt

Noya passt zu Bräuten, die ein gebrauchtes Kleid suchen und dafür trotzdem eine persönliche Anprobe wollen, mit Vorbereitung, Begleitung und einem Glas Sekt. Die Preisgrenze von 1500 CHF beim Ankauf macht das Atelier auch für Bräute mit einem kleineren Budget interessant. Die Regel, dass bei einem Kauf keine Anprobegebühr anfällt, ist fair und transparent.

Es passt ebenso zu Bräuten, die ihr eigenes Kleid weitergeben wollen. Die Bedingungen sind klar: Man bestimmt den Preis selbst, das erste Jahr kostet nichts, und die Aufteilung von 40% zu 60% steht offen auf der Website.

Weniger passend ist Noya für Bräute, die ein ganz neues Kleid oder ein bestimmtes aktuelles Designermodell suchen, und für Verkäuferinnen, deren Kleid vor 2017 gekauft wurde oder mehr als 1500 CHF bringen soll. Wer kurzfristig heiratet, klärt am besten zuerst, wann ein Termin frei ist, denn Noya ist ein Nebenerwerb mit Anproben auf Anfrage. Für alle anderen ist das Atelier in Allschwil eine sympathische, klar geregelte Adresse für ein Brautkleid mit Vorgeschichte.

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