Offene Kirche Elisabethen
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Eine offene Kirche im Zentrum von Basel
Die Offene Kirche Elisabethen, kurz OKE, ist die denkmalgeschützte Elisabethenkirche aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum von Basel. Die Kirche vermietet ihren Raum für Veranstaltungen und hat für Hochzeiten eine eigene Seite, die mit dem Satz "Heiraten in der schönsten Location von Basel" überschrieben ist. Die Website beschreibt die Kirche als ausgefallene und flexibel nutzbare Eventlocation und schreibt, sie biete "ein atemberaubendes Ambiente für Veranstaltungen aller Art".
Die OKE ist dabei mehr als ein Mietobjekt. Das Menü der Website zeigt Gottesdienste, eine Cafe-Bar, Meditation, Seelsorge, ein Stadtgebet, offenes Singen und soziale Projekte wie DA-SEIN, einen Tagestreff für Geflüchtete, und FRAU-SEIN, ein Projekt für geflüchtete und asylsuchende Frauen. Die Kirche steht laut Website "allen Menschen guten Willens" offen, ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder Überzeugung. Für ein Paar, das nicht in einer Kirchgemeinde verankert ist, aber in einem Kirchenraum heiraten möchte, ist das ein wichtiger Hinweis.
Wie eine Hochzeit hier abläuft
Die Hochzeitsseite beschreibt den Ablauf in wenigen Sätzen. Die Trauung findet in der Kirche statt, die laut Website "mit professioneller moderner Licht- und Audiotechnik ausgestattet" ist und "für die verschiedensten Anforderungen und an unterschiedliche Gästezahlen angepasst werden" kann. Nach der Zeremonie geht es in den Garten nebenan: "Der parkähnliche Garten im nebenliegenden Pfarrhaus bietet sich als Apérolocation an." Die Gäste bleiben also für Trauung und Apéro am selben Ort und wechseln nur von der Kirche in den Garten.
Möglich sind laut der Liste der erbetenen Spenden eine geistlich-religiöse und eine freie Trauzeremonie, oder eine Verbindung von beidem. Paare, die keine klassische kirchliche Trauung wollen, finden hier also ebenfalls einen Rahmen. Zur Vorbereitung gehören Vorgespräche und eine Hauptprobe, beides ist in der Spende für den Grossraum Basel enthalten. Die zivile Trauung ist nicht Teil dieses Angebots.
Neben der Kirche verweist das Menü unter Mieten auf ein Refektorium und eine Kapelle. Was diese Räume bieten und ob sie für ein Hochzeitsessen gedacht sind, steht auf der Hochzeitsseite nicht.
Einige Punkte aus dem übrigen Angebot sind für die Planung trotzdem nützlich. Das Menü führt eigene Seiten zur Orgel, zu den Ikonen der Kirche, zur Geschichte der Offenen Kirche Basel und zu öffentlichen Führungen. Wer die Kirche vor der Anfrage sehen will, kann also eine Führung besuchen. Die Veranstaltungsliste zeigt ausserdem, dass im Haus auch Anlässe externer Veranstalter bis spät stattfinden, etwa eine Ü30-Party als Benefizdisco von 20:00 bis 02:00 Uhr. Die Kirche ist also kein Raum, der nur für stille Feiern gedacht ist.
Der Redner: Pfarrer Frank Lorenz
Als Redner stellt die Website Pfarrer Frank Lorenz vor. Er ist laut Website Theologe und Journalist und Leiter der Offenen Kirche Elisabethen, die die Website als "Heimat der Ü30-Parties, der Flüchtlingsarbeit DA-SEIN/FRAU-SEIN, der Tiersegensgottesdienste und der Diskussionsreihe «Basel im Gespräch»" beschreibt. Dazu nennt die Seite seine Tätigkeit als Berater und Begleiter der Bikers Against Child Abuse, als Fachmann für psychologische Nothilfe und Careteamleiter der Schweizer Armee (bis 31.12.25) und als Berater und Begleiter öffentlicher Zeremonien. Er hat laut Website "schon gegen 100 Trauungen und Partnerschaftssegnungen geleitet".
Die Hochzeitsseite zitiert mehrere Paare. Ein Paar schreibt über seine freie Hochzeit, Franks "offene, direkte und sehr liebevolle Art" habe es bei jedem Treffen und vor allem bei der Feier getragen, und die Traurede sei sehr persönlich gewesen. Eine Braut schreibt auf Englisch über die Verbindung einer chinesischen und einer schweizerischen Familie: "We never thought it would be possible to integrate two cultures in a ceremony, my husband is Swiss and I am Chinese: But he made it work." Ein anderes Paar bedankt sich für seine Worte, "die witzigen, die munteren, die mutigen, die erhellenden, die nachdenklichen, die hoffnungsvollen, die liebevollen", und nennt die Trauung einen wichtigen Markstein seiner gemeinsamen Geschichte. Ein weiteres Paar erzählt, die Trauung sei für die ganze Hochzeitsgesellschaft "einer der absoluten Höhepunkte unseres ganzen Hochzeitsfestes" geworden. Und ein Paar dankt für ein gesungenes ‹Halleluja› mit deutschem Text und schreibt: "Es war einmalig, du warst einmalig."
Kosten und Lage laut Website
Für den Redner publiziert die Website erbetene Spenden, also keine festen Gebühren. Eine geistlich-religiöse und/oder freie Trauzeremonie kostet CHF 1750, inklusive Vorgespräche und Hauptprobe im Grossraum Basel, den die Website mit einem Umkreis von 30 km angibt. Ausserhalb des Grossraums Basel, bei einer Anfahrt über 30 km bis 100 km, sind es CHF 2000, inklusive Hauptprobe. Bei einer Anfahrt über 100 km kommen CHF 200 pro Stunde dazu. Weiteres wird laut Website nach Absprache geregelt. Die Staffelung zeigt, dass Pfarrer Lorenz auch Trauungen ausserhalb der Kirche übernimmt.
Zur Lage schreibt die Hochzeitsseite: "Alles ist verkehrgünstig gelegen: Bahnhof und ÖV in Gehdistanz." Am Ende der Seite steht, man finde die Kirche "im Zentrum von Basel, direkt neben dem Theater Basel, wenige Schritte auf der Elisabethenstrasse stadteinwärts, vom Bahnhof SBB entfernt". Die Veranstaltungsliste nennt die Adressen Elisabethenstrasse 10 und 14.
Was die Website offenlässt
Die Hochzeitsseite nennt keine Raummiete für die Kirche und keine Preise für den Garten oder die Licht- und Audiotechnik. Die Spenden betreffen nur den Redner. Eine Gästezahl oder Sitzplatzzahl für die Kirche steht nicht auf der Seite, nur der Satz, sie könne an unterschiedliche Gästezahlen angepasst werden. Wo nach dem Apéro gegessen wird, beschreibt die Hochzeitsseite nicht, und sie sagt nicht, ob es ein Catering im Haus gibt oder ob die Cafe-Bar Apéros ausrichtet. Ob Paare einen eigenen Redner oder Pfarrer mitbringen können, statt Pfarrer Lorenz zu buchen, bleibt offen. Zu Parkplätzen und zu einer Endzeit steht nichts auf der Seite. Und was bei Regen mit dem Apéro im Garten passiert, beschreibt die Website ebenfalls nicht.
Für welches Paar die Offene Kirche passt
Die Offene Kirche Elisabethen passt zu Paaren in Basel und der Nordwestschweiz, die in einer historischen Kirche heiraten möchten, auch ohne eigene Kirchgemeinde, und denen eine freie oder eine religiöse Zeremonie gleich wichtig sein kann. Mit Pfarrer Frank Lorenz gibt es einen erfahrenen Redner mit klar publizierten Spenden, und die Stimmen der Paare zeigen, dass seine Reden sehr persönlich sind. Der Garten im Pfarrhaus für den Apéro und die zentrale Lage beim Bahnhof SBB machen den Tag für Gäste einfach.
Weniger passend ist die Kirche für Paare, die Trauung, Essen und Fest mit einer einzigen Buchung an einem Ort erledigen wollen, denn zum Essen macht die Hochzeitsseite keine Angaben. Wer die Kosten für Raum und Technik kennen will, muss anfragen. Für eine Trauung mit Charakter mitten in Basel ist die Offene Kirche Elisabethen eine starke Wahl.