Störfrisör

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Wer Esther Infanger ist

Esther Infanger führt Störfrisör in Dallenwil im Kanton Nidwalden, aufgewachsen ist sie in Engelberg. Sie ist gelernte Coiffeuse und Visagistin. Die Website nennt, dass sie 2009 die Lehre als Herren- und Damencoiffeuse abgeschlossen und 2012 die Visagistenschule absolviert hat. Daraus entstand der Entschluss, sich selbständig zu machen und einen Homeservice anzubieten, also ihre Kundinnen dort zu frisieren und zu schminken, wo diese es wünschen. Der Name Störfrisör hat eine Geschichte, die die Website ausführlich erzählt: Das Wort Stör stammt aus dem 15. Jahrhundert und bezeichnet einen Handwerker, der seine Arbeit im Haus des Kunden ausführt. Solche Störgeher waren vor allem Kupferschmiede, Schneider, Schuster, Zimmerer, Tischler und Messerschleifer. Das deutsche Wörterbuch erklärt den Begriff als «Störung der Zunft», weil diese Handwerker gegen die Handwerksordnung verstiessen. Heute sind die Störgeher laut Website nahezu ausgestorben, in der Schweiz lebt die Stör aber vereinzelt wieder auf: mit den Störmetzgern, den Störköchen und nun eben auch mit dem Störfrisör.

Das Angebot und wie es funktioniert

Das Herzstück für Hochzeiten sind drei Braut-Angebote, die die Website unter dem Titel Hochzeit aufführt: Braut-Make-up inklusive Beratung und Probe, Braut-Frisur inklusive Beratung und Probe, und ein Hochzeitspaket, das Make-up und Frisur kombiniert, ebenfalls mit Beratung und Probe. Der Aufbau ist durchdacht: Beratung und Probe sind im Preis enthalten, eine Braut sieht also vor dem Hochzeitstag, wie das Make-up auf ihrer Haut wirkt und wie die Frisur sitzt. Gerade wer sonst kaum geschminkt ist, gewinnt durch diesen Probetermin Sicherheit, weil Fragen zu Farbe, Deckkraft und Haltbarkeit vorher geklärt werden und nicht erst am Morgen der Hochzeit.

Daneben nennt die Website ein breites Grundangebot: Tages-Make-up und Abend-Make-up, Augenbrauen zupfen und färben, Wimpern färben, Schnitte für Damen, Herren und Kinder, Hairstyling und Hochstecken sowie Farb- oder Intensivtönungen und Strähnen. Esther Infanger ist also keine reine Brautspezialistin, sondern eine Coiffeuse mit Visagistenausbildung, die auch die Termine rund um die Hochzeit abdecken kann: einen Schnitt einige Wochen vorher, das Färben der Wimpern, ein Abend-Make-up für die Trauzeugin.

Das Homeservice-Modell ist das Kernversprechen. Die Website formuliert es so: «Für Sie begebe ich mich auf die Stör und besuche Sie dort, wo Sie wünschen.» Für den Hochzeitsmorgen heisst das: Die Braut bleibt in ihrer gewohnten Umgebung, zu Hause oder dort, wo sie sich vor der Feier bereit macht, und muss nicht im Brautkleid oder mit fertiger Frisur aus einem Salon nach Hause fahren. Werden mehrere Personen frisiert oder geschminkt, etwa die Mutter und die Trauzeugin, läuft der Morgen an einem Ort zusammen, statt dass alle einzeln Termine in der Stadt wahrnehmen.

Die Website listet die Orte, die Esther Infanger zu einer festen Homeservicepauschale anfährt. Die erste Zone umfasst Wolfenschiessen, Engelberg, Dallenwil, Stans, Stansstad, Ennetmoos, Ennetbürgen, Buochs und Beckenried, die Pauschale beträgt dort 20 Franken. Die zweite Zone mit 25 Franken umfasst Hergiswil, Horw, Kriens, Luzern, Sarnen, Alpnach und Kerns. Ausserhalb dieser Ortschaften wird jeder zusätzliche Kilometer mit 1 Franken berechnet. Das ist eine nachvollziehbare Preislogik, mit der eine Braut die Anfahrt selbst ausrechnen kann.

Die Website nennt zudem eine Mindestdienstleistung von 35 Franken, exklusive Anfahrtspauschale. Auch ein kurzer Auftrag kostet also einen Mindestbetrag, was bei einem mobilen Angebot mit Fahrzeit nachvollziehbar ist. Für Absagen gilt laut Website: Ein vereinbarter Termin ist mindestens 24 Stunden vorher abzusagen, sonst werden die entstandenen Unkosten vollumfänglich weiterverrechnet.

Die konkreten Preise und was die Website verrät

Die Website nennt Preise für alle Dienstleistungen, was in dieser Branche selten ist und die Planung erleichtert. Das Hochzeitspaket mit Braut-Make-up und Braut-Frisur, beides mit Beratung und Probe, kostet 550 Franken. Einzeln kosten das Braut-Make-up mit Beratung und Probe 300 Franken und die Braut-Frisur mit Beratung und Probe ebenfalls 300 Franken. Wer beides bucht, fährt mit dem Paket also günstiger als mit zwei Einzelbuchungen.

Für die übrigen Leistungen zeigt die Preisliste folgende Beträge: Tages-Make-up ab 65 Franken, Abend-Make-up ab 85 Franken. Augenbrauen zupfen und Augenbrauen färben kosten je 15 Franken, Wimpern färben 20 Franken. Bei den Haaren kostet Damen Kurzhaar mit Waschen, Schneiden und Föhnen 55 Franken, nur Schneiden 50 Franken; Langhaar kostet 65 beziehungsweise 60 Franken. Hairstyling und Hochstecken beginnen ab 80 Franken. Eine Farb- oder Intensivtönung kostet je nach Länge 50 bis 80 Franken, Strähnen 60 bis 150 Franken. Für Kinder von 0 bis 5 Jahren rechnet sie 2 Franken pro Altersjahr, für Kinder von 6 bis 16 Jahren 20 bis 45 Franken, was für Blumenkinder, die am Morgen noch frisiert werden sollen, eine brauchbare Angabe ist.

Wichtig für die Budgetplanung sind die Bedingungen, die die Website direkt unter die Preise stellt. Die Preise gelten als Richtpreise, verrechnet wird nach Aufwand, und Mehraufwand kann separat verrechnet werden. Alle Preise sind ohne Homeservicepauschale gerechnet: Zum Hochzeitspaket kommen also je nach Wohnort 20 oder 25 Franken dazu, ausserhalb der Zonen die Kilometer. Accessoires und spezielle Materialien wie Haarteile, Haarschmuck oder falsche Wimpern werden separat verrechnet. Bezahlt werden kann bar, mit Twint oder mit Karte, Postcard ist ausgeschlossen.

Was die Website nicht sagt

Die Website nennt keine Öffnungszeiten und keine Angaben dazu, wie früh vor der Hochzeit ein Termin reserviert werden sollte. Auch wie viele Personen sie an einem Hochzeitsmorgen maximal frisiert und schminkt, steht nicht auf der Seite, und ebenso wenig, wie lange der Probetermin dauert oder wann er idealerweise stattfindet. Die Website hat einen Galeriebereich, beschreibt die Arbeiten dort aber nicht. Ob sie bestimmte Stile nicht übernimmt, steht nirgends. In welchen Sprachen Esther Infanger arbeitet, wird ebenfalls nicht genannt; die Website ist auf Deutsch geschrieben. Welche Produkte sie beim Make-up verwendet, nennt die Website nicht, wer empfindliche Haut hat, fragt das beim ersten Kontakt nach.

Für wen Störfrisör passt

Störfrisör passt zu einer Braut in Nidwalden, Obwalden oder rund um Luzern, die am Hochzeitsmorgen nicht in einen Salon fahren will. Der Homeservice ist das echte Plus, besonders wenn neben der Braut noch Familienmitglieder frisiert oder geschminkt werden sollen. Die Preise sind vollständig publiziert, die Ausbildung ist ausgewiesen (Lehre 2009, Visagistenschule 2012), und Beratung und Probe sind im Brautpreis bereits enthalten. Wer ein festes Budget hat, kann die Kosten vorab genau abschätzen.

Weniger passend ist das Angebot für eine Hochzeit weit ausserhalb der beiden Zonen, etwa im Wallis oder in der Ostschweiz, weil dann jeder zusätzliche Kilometer auf die Rechnung kommt. Wer ein sehr aufwändiges Styling mit vielen Haarteilen plant, rechnet die separat verrechneten Materialien dazu und bespricht den Aufwand im Voraus, da die Preise ausdrücklich Richtpreise sind. Für Bräute in der Zentralschweiz, die Transparenz und den Komfort des Homeservice schätzen, ist Störfrisör eine verlässliche und gut kalkulierbare Wahl.

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