Hochzeitsfilm Schweiz
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Anja Davatz ist eine Hochzeitsvideografin mit Sitz in Köniz (Bern) und arbeitet in der ganzen Schweiz. Sie stellt sich auf ihrer Website unter der Überschrift „Hochzeitsvideografin aus Bern" vor und präsentiert einen klaren Satz ihrer Arbeitsweise: „Lass uns eure Geschichte erzählen!" Ihr Profil ist schlicht, aber durchdacht: Nach dem Bachelor in „Camera Arts" arbeitet sie „seit 2018 im Foto- und vor allem Videobereich, mal journalistisch, mal in der Kommunikationsbranche, aber immer am liebsten an Hochzeiten." Sie charakterisiert ihre eigene Arbeit selbst so: „Mit meiner ruhigen Art werde ich an Hochzeiten oft kaum wahrgenommen, während ich ungestellte, echte Momente einfange."
Das Besondere an Hochzeitsvideografin Davatz: Das iPhone-System
Davatz hat eine bewusste technische Wahl getroffen, die sie von vielen anderen Videografen unterscheidet. Sie schreibt auf ihrer Website: „Dafür filme ich mit der neusten Generation iPhones, professionellem Audio-Equipment, Drohne und Stabilierungssystem." Konkret nennt sie das „iPhone 16 Pro", gefilmt wird in Full HD oder 4K. Warum ein iPhone und nicht eine grosse Filmkamera? Die Website liefert drei praktische Gründe:
Erstens: „Eure Gäste verkrampfen sich nicht vor der Kamera: sie sind sich den Anblick von Handys gewöhnt. Die Atmosphäre ist somit viel entspannter! Und ich kann echtere Momente festhalten." Das ist kein Marketing-Slogan, sondern eine Beobachtung aus der Praxis: Ein Smartphone erweckt weniger Unbehagen als eine grosse Filmkamera, und deshalb sind Menschen entspannter.
Zweitens: „In hektischen Momenten bin ich sofort parat. Und an Hochzeiten kommt kein Moment zweimal." Ein iPhone ist schneller startbereit als ein aufgebautes Filmkamera-Setup.
Drittens: „Nebst der Fotoperson bin ich mit dem Handy viel diskreter unterwegs, so wuselt nur eine Kamera rum. Das ist vor allem in der Kirche und auch an kleineren Festen viel wert. Oft bekomme ich sogar zu hören: «ich hab dich den ganzen Abend gar nicht bemerkt!»"
Wer trotzdem lieber mit klassischen Kameras gefilmt werden möchte, kann das haben: „Falls gewünscht, filme ich stattdessen den gesamten Hochzeitstag (gegen Aufpreis) mit einer Sony A7 R IV und Sony A7 R V." Für Hochzeiten, die hauptsächlich drinnen in einem dunklen Raum stattfinden, empfiehlt sie diese Kameras ausdrücklich. Wird es nur beim Tanzen dunkel, bringt sie eigenes Licht mit oder nutzt das Licht des DJs.
Das alles wird unterstützt durch professionelle Zusatzausrüstung. Die Website nennt konkret: „Für eine optimale Tonqualität verwende ich schwarze und weisse Ansteckmikrofone von Rode, die ich direkt an der Braut und dem Bräutigam anbringe bzw. am Traumeister oder an der Pfarrerin. So erhalten wir einen klaren Ton der Zeremonie – auch wenn im Hintergrund Babys schreien und Gäste schluchzen." Dazu kommt: „Um verwacklungsfreie Aufnahmen zu garantieren, nutze ich einen Gimbal der Marke DJI. Zusätzliches Equipment: Während der Zeremonie arbeite ich auch mit einem Dreibein- und einem Einbeinstativ. Und wenn das Wetter mitspielt, lasse ich meine DJI-Drohne steigen, um spektakuläre Luftaufnahmen von eurem Hochzeitsort zu machen."
Die Leistung und der Preis
Das Standardpaket heisst „Hochzeitsvideo" und kostet CHF 1750. Enthalten sind:
- Hochzeitsvideo, ca. 5 min
- Zeremonie/Reden kombiniert mit 1 bis 3 bezahlten, lizenzfreien Songs
- 6 Stunden Anwesenheit
- Einsatz von mindestens 2 iPhones
- Drohnenaufnahmen (abhängig von Wetter und Location)
- Vorgespräch, wo sich die beiden kennenlernen
- Video geliefert in max. 6 Wochen
Das ist ein klares, kalkulierbares Paket. Das Paar weiss, dass es ein rund fünfminütiges finales Video bekommt und dass Davatz 6 Stunden präsent ist. Die Drohne „abhängig von Wetter und Location" ist aber eine bedingte Leistung, bei Regen oder in einer Kirche innen kommt keine Drohne zum Einsatz. Das ist fair, aber sollte das Paar verstehen.
Die Website nennt dann mehrere Add-ons:
- Jede weitere Stunde Anwesenheit: CHF 170
- 7-minütiger Hochzeitsfilm (statt 5 min): CHF 200
- Reel, 30 Sekunden, geliefert am nächsten Tag: CHF 120
- Komplette Trauung (als eigner Film): CHF 300
- Komplette Reden (als eigner Film): CHF 300
- Kompletter Erster Tanz: CHF 300
- Komplettes Rohmaterial (mehrstündiger Film, ohne Farbkorrektur, ohne Musik): CHF 400
- Zweite Videografin während vier Stunden: CHF 400 (empfohlen ab 70 Gästen)
- Gästebotschaften: CHF 400 (iPhone steht Gästen zur Verfügung zum Aufnehmen)
- Interviewfilm: CHF 500 (Geschichte des Paares oder von Angehörigen, gezeigt auf der Hochzeit)
- Livestream der Trauung: CHF 500
Diese Modularität ist ungewöhnlich und praktisch: Wer nur das Kernpaket will, zahlt CHF 1750. Wer den Ganztag dokumentiert haben möchte, addiert für jede weitere Stunde CHF 170. Wer den Reel für Social Media extra haben möchte, addiert CHF 120. Die Website empfiehlt die zweite Videografin „ab 70 Gästen", um mehrere Perspektiven zu haben, was für grössere Hochzeiten sinnvoll ist.
Die Website nennt auch eine Rabattmöglichkeit: „Darf ich euer Hochzeitsfilm in meinem Portfolio zeigen? Den Rabatt erhält ihr auf den Gesamtpreis." Der Rabatt beträgt laut Preisliste 10%. Und in ihrem Porträt steht: „Bei veganen Hochzeiten gibts bei mir übrigens Rabatt." Das ist eine faire Transaktion: Paare, die nicht im Portfolio landen möchten, zahlen den vollen Preis. Paare, die das Risiko eingehen, dass Davatz den Film später zeigt, bekommen einen Rabatt.
Reisekosten und Verfügbarkeit
Davatz sitzt in Bern und die Website sagt: „Ich bin als Hochzeitsvideografin in der ganzen Schweiz unterwegs. Da ich in Bern wohne, werde ich jedoch meistens für Hochzeiten in den Kantonen Aargau, Bern, Zürich, Zug und Luzern gebucht. Ich liebe Berghochzeiten und Locations 'ab vom Schuss'!"
Die Reisekostenberechnung funktioniert nach öV (Öffentliche Verkehrsmittel): „Die Anfahrt wird auf der Basis von Halbtax und 2.Klasse ab Bern berechnet. Die Reisezeit stelle ich zum halben Stundensatz in Rechnung. Und hey, die Reisespesen sind imfall jeweils die einzigen Spesen – bei mir gibts kein Kleingedrucktes!" Weiter unten auf derselben Seite, im Abschnitt über das Einsatzgebiet, heisst es allerdings: „Die Anreise berechne ich deshalb nicht als Arbeitszeit, nur das öV-Billet landet als Spesen auf der Rechnung." Die beiden Angaben widersprechen sich, ob die Reisezeit zum halben Stundensatz verrechnet wird, klärt man deshalb am besten im Vorgespräch.
Die Zahlungsbedingungen sind: „Bei der Buchung wird eine branchenübliche, nicht erstattungsfähige Anzahlung von 25% fällig, um den Termin zu sichern. Die Rechnung für den Restbetrag erhält ihr nach der Hochzeit."
Was Davatz noch sagt
Ein wichtiger Punkt ist, dass Davatz eine Korrekturschleife anbietet: „Unbedingt! Ihr sollt schlussendlich zufrieden sein mit eurem Hochzeitsvideo. Eine Korrekturrunde ist inklusive, das regeln wir im Vertrag, den wir vor euer Feier bei einem gemeinsamen Zoom Call durchgehen."
Sie nennt auch explizit ihre Qualifikation: „Top ausgebildet (BA in Camera Arts)".
Auf die Frage, ob Paare zusätzliche Verpflegung vorbereiten sollen, antwortet Davatz: „Das ist nicht nötig. Aber ich freue mich über veganes Essen, wenn die Hochzeit länger als fünf Stunden dauert." Das ist nicht nur eine private Vorliebe, sondern auch praktisch für die Qualität: Ein ausgeruhter Videograf filmt besser.
Zum Thema Rabatt sagt sie offen: „Ich liebe die Stimmung an Hochzeiten! Ausserdem finde ich, jedes Paar sollte das Recht auf einen tollen Hochzeitsfilm haben. Wenn wir uns gut verstehen, euer Datum nicht hyper beliebt ist (Sommersamstag) und euer Budget grad knapp ist, können wir sehr gerne darüber sprechen. Wenn ihr aber plant, euch auf der Dolder-Terrasse vom extra engagierten Butler im Pinguinkostüm mit Champagner bespritzen zu lassen, beim Hochzeitsfilmer jedoch sparen möchtet – dann filme ich an diesem Tag lieber eine Hochzeit, wo meine Arbeit mehr wertgeschätzt wird." Das ist keine Geschäftspolitik, das ist Charakter.
Auch der Wunsch nach Privatsphäre ist in den häufigen Fragen beantwortet: „Ich kann euren Wunsch gut verstehen, deshalb bleibt der Film bei euch. Ich zeige weder euer Hochzeitsvideo noch Teile davon auf meiner Webseite oder Social-Media-Kanälen."
Lieferung und Ablauf
Zur Lieferung schreibt sie: „Die Entwurfsfassung des Hochzeitsvideos wird per Online-Sharing zur Überprüfung geschickt. Der endgültige Highlight-Film wird nach Wahl auf einem USB-Stick oder via Download-Link geliefert." Die Frist hängt von den Add-ons ab: „Im Extremfall kann es aber sein, dass ihr maximal 6 Wochen wartet." Die nächsten Schritte nach einer Anfrage beschreibt sie so: Kennenlernen per Video Call, Besprechung der Wünsche und des Preises, danach der Vertrag und die Anzahlung von 25%. Seit dem Sommer 2024 bietet sie zusätzlich Content Creation an, mit mehreren Kurzvideos und dem gesamten Videomaterial vom Tag.
Was die Website offenlässt
Die Website nennt keinen Preis für den Kameraeinsatz mit den Sony-Modellen, nur „gegen Aufpreis", und auf dieser Seite keinen Betrag für die Content Creation. Offen bleibt auch der Widerspruch bei der Reisezeit, und wie hoch der Stundensatz ist, zu dessen Hälfte sie verrechnet würde.
Für welches Paar Davatz passt
Davatz passt zu Paaren, die ein modernes, unauffälliges Video möchten und die Kosten vorab kennen wollen. Sie passt zu Paaren, die gerne modular buchen (Basis CHF 1750, dann einzelne Add-ons) statt ein starres Paket zu nehmen, und zu Paaren im Raum Bern und in den Kantonen, in denen sie laut eigener Aussage am häufigsten gebucht wird: Aargau, Bern, Zürich, Zug und Luzern. Berghochzeiten mag sie ausdrücklich.
Sie passt auch zu Paaren, denen der Ton ihrer Hochzeit wichtig ist, die Reden und das Eheversprechen, und die Wert auf eine Korrekturrunde und ein echtes Vorgespräch legen.
Weniger passend ist das Grundpaket für Paare, die eine Produktion mit grossen Kameras erwarten; diese gibt es zwar, aber nur gegen einen Aufpreis, den die Website nicht beziffert. Wer weit weg von Bern feiert, rechnet die Anreise mit öV ab Bern ein. Für alle anderen ist ein kurzer Video Call der naheliegende erste Schritt.