Wedding à la carte
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Von der Hochzeitsplanerin zur Beraterin
Wedding à la carte ist eine GmbH mit Standort in der Viscosistadt in Emmenbrücke im Kanton Luzern, gegründet 2006 von Caterina Pelosato. Heute führen sie Fabienne Stalder als Managing Partner und Geschäftsführerin und Caterina Pelosato als Visionary Partner, beide Inhaberinnen. Das Besondere an diesem Betrieb ist ein bewusster Wechsel: Die Startseite schreibt, man sei «keine klassische Hochzeitsplanerin» mehr, die Dienstleister anfragt, organisiert und plant. «Seit 2006 bis 2025 war dies unser Kernbusiness.» Heute verstehen sich die beiden als Beraterinnen für Paare, die ihre Hochzeit oder ihr Hochzeitsjubiläum selbst planen.
Die Startseite fasst das Modell unter dem Titel «Hochzeits-Planung à la yourself» zusammen: Das Paar plant selbst, Wedding à la carte unterstützt beratend. Der Erfahrungsschatz aus zahlreichen Hochzeiten soll so an die Paare weitergegeben werden. Als Kennzahlen nennt die Startseite «+250» geplante und umgesetzte Hochzeiten, 20 Jahre seit der Gründung 2006 und 2 Vorstandssitze in der Branche.
Wie ein Beratungsgespräch abläuft
Die Hochzeitsberatung ist das Kernangebot. Die Beratungsseite nennt typische Anlässe dafür: Fragen oder Unsicherheiten zur Planung, die Sicherheit, an alles gedacht zu haben, Details absprechen, Tipps abholen, Budget und Offerten gegenprüfen lassen oder den Zeitplan durchsprechen. Das Gespräch ist für Paare gedacht, die «ohne grossen Aufwand mit einem erfahrenen Veranstaltungsprofi sprechen» möchten, ohne die Planung ganz abzugeben.
Den Nutzen zählt die Seite in Stichworten auf: Sicherheit bei Entscheidungen, Zeitersparnis durch strukturierte Planung, Angebots- und Budgetkontrolle mit realistischer Kosteneinschätzung, die Weitergabe professioneller Kontakte aus der Hochzeitsbranche, Ruhe und weniger Stress, neue Ideen und Möglichkeiten sowie Zugang zu professionellen Tools wie Checklisten und Zeitplänen.
Gebucht wird über ein Online-Buchungstool. Nach der Buchung meldet sich Wedding à la carte persönlich beim Paar, damit beide Seiten gut vorbereitet sind, und im Buchungstool gibt es ein Notizfeld für die ersten Fragen, die unbedingt besprochen werden müssen. Das Gespräch beginnt mit einem kurzen Kennenlernen, danach geht es um die Planungsfragen des Paares. Ein Gespräch dauert laut Website «In der Regel 1 bis 1.5 Stunden». Abendtermine lassen sich auf persönliche Anfrage vereinbaren, mit Beginn spätestens um 19 Uhr.
Auch Paare, die noch gar nicht begonnen haben, sind angesprochen. Wer «vor einem grossen Fragezeichen» steht, bekommt laut Website Wege, Leitplanken und Guidelines mit auf den Weg, damit der Planungsstart gelingt. Die Beratung lässt sich laut Startseite «einmalig oder mehrfach» buchen.
Wer teilnehmen kann und wo beraten wird
Die Beratung ist nicht nur für Brautpaare offen. Die Website nennt Paare, die ein Jubiläum planen, Trauzeugen, Eltern, den Tätschmeister oder einfach Personen, die ein schönes Fest organisieren möchten. Am Gespräch sollen höchstens 2 Personen teilnehmen, also das Brautpaar, bei anderen Gruppen höchstens 2 bis 4 Personen. Für grössere Runden bittet die Website um Rücksprache per Mail.
Beraten wird persönlich vor Ort in Wädenswil oder Luzern oder digital per Videotelefonie über Google Meet. Welche Form man wählt, entscheidet das Paar laut Website nach eigener Präferenz und Distanz. Die Beratung ist damit auch für Paare aus anderen Landesteilen ohne Anreise möglich, und wer in der Nähe wohnt, kann zwischen den beiden Beratungsorten wählen. Telefonisch ist das Büro Mittwoch bis Freitag von 9 bis 11.30 Uhr erreichbar, sonst per Mail an fabienne@wedding-alacarte.com oder unter +41 79 427 13 65.
Die beiden Beraterinnen
Ihre Philosophie beschreiben die beiden auf der About-Seite mit einem Satz, der zum Beratungsmodell passt: «Wir sind diskret. Schliesslich steht ihr im Mittelpunkt.» Sie legen nach eigener Aussage Wert auf ein organisiertes, durchdachtes und kreatives Fest und verstehen sich als Beraterinnen, die das Fest zusammen mit dem Paar umsetzen, unaufdringlich und dezent.
Die About-Seite erzählt die Geschichte des Betriebs. Caterina rief Wedding à la carte 2006 ins Leben, als der Beruf der Hochzeitsplanerin in der Schweiz laut Website noch eher unbekannt war. 2010 gründete sie mit weiteren Hochzeitspionieren den Verein Wedding Network Switzerland und hatte dort einen Vorstandssitz. Sie dozierte an der ehemaligen Schule Seko Swiss und übernahm 2013 die Schule für Hochzeitsplaner, die heute Academy of Weddings & Events Education AWEE heisst. Auf der Teamseite steht sie als Inhaberin und Dozentin der AWEE GmbH, sie spricht Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch.
Fabienne lernte Caterina während ihrer Ausbildung zur Hochzeitsplanerin kennen und stiess zu Wedding à la carte, als die Übernahme der Schule bei Caterina zu einem zeitlichen Engpass führte. Sie ist diplomierte Hochzeitsplanerin AWEE seit 2013 und spricht Deutsch, Italienisch und Englisch. Ihr Satz auf der Teamseite: «Ich inszeniere Emotionen, damit der Tag der Liebe meiner Kunden einzigartig wird.» Mit der Zusammenarbeit wurden laut Website Hochzeiten im Tessin und in Italien immer häufiger. Die strukturierten Daten der Website nennen ausserdem die Mitgliedschaft im Verband unabhängiger schweizerischer Hochzeitsplaner VUSH und im Wedding Network Switzerland.
Hochzeiten am Comersee
Ein zweites Standbein bleibt die Planung in Norditalien. Die Startseite schreibt, Wedding à la carte habe diverse Fine-Art-Hochzeiten in der Villa La Collina der Konrad Adenauer Stiftung durchgeführt, familiär und persönlich, in einem Garten mit Blick auf den Comersee, «im kleinen Rahmen». Paare können von der Zusammenarbeit zwischen dem Büro und der Villa profitieren. Hier plant Wedding à la carte also weiterhin selbst, die Villa gehört aber der Stiftung.
Im Blog «Hochzeitstagebuch» finden sich ältere Kolumnen unter dem Titel «Kolumne Swiss Wedding», etwa zur Frage «Wer bezahlt was und wie viel?» oder zu Feiern mit Kindern, dazu Medienbeiträge wie eine TV-Reportage über die Hochzeitsplanerin.
Was die Website offenlässt
Die Website nennt keine Preise. Kosten und Vertragsbedingungen stehen laut Beratungsseite im Buchungstool, auf der Seite selbst steht kein Betrag. Wer vorab wissen möchte, was ein Gespräch kostet, muss das Buchungstool öffnen oder nachfragen.
Auch für die Hochzeiten am Comersee fehlen Preise, Gästezahlen und Termine; die Startseite verweist dafür auf eine eigene Seite zur Villa. Ob es für mehrere Beratungen ein Paket gibt, sagt die Website nicht, nur dass man einmalig oder mehrfach buchen kann. Und die Portfolioseite zeigt Bilder vergangener Hochzeiten ohne Angaben zu Orten oder Grösse.
Für wen die Beratung passt
Wedding à la carte passt zu Paaren, die ihre Hochzeit gern selbst organisieren und an einzelnen Punkten eine erfahrene Einschätzung wollen: beim Budget, bei Offerten, beim Zeitplan oder beim Start. Die lange Erfahrung und die Nähe zur Ausbildung von Hochzeitsplanerinnen sprechen für die Qualität der Beratung. Praktisch ist auch, dass Trauzeugen, Eltern oder Tätschmeister ein eigenes Gespräch buchen können.
Nicht die richtige Adresse ist der Betrieb für Paare in der Schweiz, die eine klassische Vollplanung suchen, denn die bieten die beiden bewusst nicht mehr an. Eine kleine Einschränkung ist die knappe telefonische Erreichbarkeit an 3 Vormittagen, die Buchung läuft dafür online.