Vincent Bourrut
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Vincent Bourrut ist Hochzeitsfotograf und lebt nach eigenen Angaben in der Nähe von Neuchâtel. Auf der Kontaktseite steht: «Je vis près de Neuchâtel et me déplace dans toute la Suisse romande». Seine Hochzeitswebsite ist französisch und nach eigenen Worten «uniquement consacré à la photo de mariage», für Landschaften, Architektur und Porträts verweist er auf eine zweite Website.
Seinen Werdegang beschreibt er so: «Photographe autodidacte depuis 1998, je suis devenu photographe semi-professionnel en 2009, puis me suis entièrement consacré à la photographie dès 2010.» Seither habe er die Reportagen von mehr als 300 Hochzeiten in der Schweiz gemacht, «notamment dans les cantons de Neuchâtel, Vaud, Jura, Jura bernois, Valais, Genève, Fribourg et Berne», dazu mehrmals in Frankreich. Im April 2026 meldet er in seinem Blog, dass 2 seiner Bilder bei den ISPWP Awards ausgezeichnet wurden.
Die Arbeitsweise: diskret und ungestellt
Die Startseite beginnt mit einem Gedanken, der sein Verständnis des Berufs zeigt: Heute habe jeder eine Kamera in der Hand, aber es brauche mehr als eine Maschine, um das Intime zu erzählen, «le silence d'un regard, la fragile vérité d'un geste de tendresse». Seine Herangehensweise fasst er in einem Satz zusammen: «vous accompagner avec délicatesse, suggérer sans diriger, capter l'authenticité sans jamais la contraindre.» Er begleitet das Paar also behutsam, macht Vorschläge, ohne zu dirigieren. Den Satz davor sollte jedes Paar kennen, das sich vor der Kamera unwohl fühlt: «Être photographié n'est pas chose facile pour tout le monde.» Er weiss also, dass nicht alle gern fotografiert werden, und richtet seine Arbeitsweise danach aus.
Er bevorzugt natürliche und spontane Bilder, er wolle die vertrauten Blicke, die zärtlichen Gesten und die Emotionen festhalten. Sein Reportagestil sei «discret et surtout non intrusif». Und er beschreibt sich als «chasseur d'émotions», als Jäger von Emotionen.
Zum Licht schreibt er: «Privilégiant les lumières naturelles, je n'hésite cependant pas à me servir d'un ou plusieurs flash quand la lumière ambiante n'est pas suffisante ou de trop mauvaise qualité.» Er setze den Blitz aber so sparsam wie möglich ein, um einen künstlichen Studiostil zu vermeiden.
Alle Bilder bearbeitet er selbst in Adobe Lightroom: Kontrast, Belichtung, Ausschnitt und Farben. Eine klare Grenze zieht er dabei: «aucune image n'est truquée ! Il n'y a donc jamais de photomontage ni d'élément ajouté artificiellement dans une scène.»
Was Paare schreiben
Die Seite «Vos mots» sammelt viele Rückmeldungen von Paaren, fast alle auf Französisch. Flo und Vincent schreiben: «Nous en avons oublié que tu étais le photographe et non un invité parmi les autres, tellement tu t'es fondu dans la masse». Viele Gäste hätten gesagt, er sei sympathisch und für Klein und Gross da gewesen, und er habe viele spontane Momente eingefangen.
Célia und Marc loben, er habe jeden Moment festgehalten, «de manière si naturelle, si discrète, si professionnelle». Léonore und Pierre-Alain nennen seinen Einsatz am Hochzeitstag «spontané, sur le vif, efficace et tout en discrétion» und schreiben, dass viele Momente, die ihnen entgangen seien, nun festgehalten seien. Laurie und Michaël waren überrascht, wie schnell die Bilder da waren. Vania und Chris danken ebenfalls für die Schnelligkeit.
Für Paare aus der Deutschschweiz interessant: Michael und Corinne schreiben auf Deutsch: «Mit deinen wunderschönen Fotos hast du einem wesentlichen Beitrag zum Gelingen unseres grossen Tages geleistet.» Denja und Thomas bedanken sich auf Englisch.
Besonders eindrücklich ist die lange Rückmeldung von Magali und Hamadi. Die Braut beschreibt, wie sehr sie sich vor der Hochzeit vor ihrem eigenen Bild gefürchtet habe, und schreibt dann beim Anblick der Bilder: «tu m'as permis d'enfin me voir à travers les yeux de mon mari». Laura und Thierry danken ihm für sein aufmerksames Auge, «pour tous ces petits détails que tu as su attraper», und Layal und Yannick erwähnen ausdrücklich die gelungenen Paar- und Gruppenbilder.
Blog und Reportagen
Im Blog zeigt er Auszüge aus kürzlich fotografierten Hochzeiten. Beispiele: eine Hochzeit in der Abbaye de Bevaix mit Fest auf der Ferme Droz-dit-Busset im Juni 2026, eine Hochzeit bei Les Portes des Iris in Vullierens, eine Hochzeit im Von Rütte-Gut am Bielersee und ein Verlobungsshooting mit Simon und Julia in Grindelwald, die später auf der St. Petersinsel heirateten.
Über die Hochzeit am Bielersee schreibt er: «La météo a bien joué avec nos nerfs, entre éclats de soleil et ciel chargé d'orage !» Die wechselhafte Stimmung habe den Bildern aber eine besondere Intensität gegeben. Und über die Hochzeit von Cécile und José in der Kirche von Trient im Wallis erzählt er von einer romantischen Paarsession vor der Trauung im Herbst und einem Fest in der Auberge du Mont-Blanc, nur wenige Schritte von der Kirche entfernt.
Das Portfolio auf der Startseite zeigt ausserdem die Hochzeit von Anne und Yannick in der Mühle von Bayerel. Das Blogarchiv reicht bis ins Jahr 2016 zurück. Die Kategorien im Blog zeigen, was er neben der Hochzeit anbietet: Engagement-Sessions, also Verlobungsshootings, und Day-After-Shootings.
Was die Website offenlässt
Die Website nennt keine Preise und keine Pakete.
Die Website nennt keine Begleitdauer, keine Anzahl Bilder und keine Lieferfrist, auch wenn mehrere Paare die schnelle Lieferung loben.
Die Website sagt nicht, in welcher Form die Bilder übergeben werden und welche Nutzungsrechte gelten.
Die Website nennt keine Reisekosten, auch nicht für Hochzeiten ausserhalb der Romandie.
Die Website nennt keine Betreuung auf Deutsch. Die Seiten sind französisch, auf der Seite mit den Rückmeldungen steht aber auch eine auf Deutsch.
Angefragt wird über ein Formular mit Datum und Ort der Hochzeit und Platz für Wünsche, oder unter +41 (0) 78 901 50 64.
Für welches Paar er passt
Vincent Bourrut passt zu Paaren in der Romandie und im Kanton Bern, die einen erfahrenen, zurückhaltenden Fotografen suchen und lieber begleitet als inszeniert werden. Die vielen Rückmeldungen beschreiben immer wieder dasselbe: Er fügt sich unter die Gäste, fällt kaum auf und hält Momente fest, die das Paar selbst verpasst hat. Wer ehrliche, unverfälschte Bilder will, schätzt auch seinen klaren Grundsatz, keine Bilder zu manipulieren.
Eine kleine Einschränkung: Wer vorab Preise vergleichen möchte, muss anfragen, und die Website ist französisch, die Sprache klärt man also am besten gleich in der ersten Anfrage. Wer in der Deutschschweiz heiratet, fragt am besten gleich nach, ob er dafür anreist. Für eine Hochzeit am Neuenburger- oder Bielersee, im Waadtland oder im Wallis ist er eine erfahrene Wahl.