Mélanie Jenzer

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Eine Fotografin aus Neuenburg für die Romandie

Mélanie Jenzer ist Hochzeitsfotografin mit Sitz in Neuenburg und fährt laut ihrer Website an Hochzeiten in der ganzen Westschweiz. Auf der Startseite stellt sie sich als „photographe de mariage depuis 2011 en Suisse romande“ vor, und auf der Seite über sich schreibt sie: „Je suis photographe de mariage basée à Neuchâtel et je me déplace dans toute la Suisse romande.“ Die Website ist durchgehend auf Französisch. Neben Hochzeiten fotografiert sie Familien, Paare, werdende Eltern und Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sie selbst aufzählt.

Für ein Paar aus der Deutschschweiz ist das die erste praktische Information: Die Website tritt nur auf Französisch auf, und Angaben zu weiteren Sprachen macht sie nicht.

Wofür man sie bucht

Man bucht Mélanie Jenzer für eine Reportage, nicht für ein Posing-Programm. Die Hochzeitsseite sagt es in der Überschrift: „L’approche documentaire est au cœur de ma pratique photographique !“ Wie das am Tag aussieht, beschreibt sie so: „J’endosse mon rôle de reporter et je navigue entre vos invités pour tantôt me faire oublier, tantôt rigoler avec eux“. Sie bewegt sich also zwischen den Gästen, mal unauffällig, mal mitten im Geschehen, und nutzt die spontanen Momente. Das Ergebnis nennt sie eine Reportage, „qui raconte la vraie vie“. Ein Satz, der ihre Arbeitsweise gut zusammenfasst: Sie sammle viele kleine Geschichten, um daraus eine grosse zu erzählen.

Die Hochzeit selbst sieht sie als grosses Fest, bei dem Freundschaft, Teilen, Glück, Liebe und Loslassen im Vordergrund stehen. Sie beschreibt eine Hochzeit als Teamarbeit: Das Paar bringe seine Persönlichkeit und seine Art, sich zu lieben, mit, sie selbst die Erfahrung und den Blick, um die Momente zu erkennen, die das Paar ausmachen. Was sie festhalten will, zählt sie konkret auf: den Moment, in dem sich das Paar zum ersten Mal sieht, die Freude und den Stolz in den Augen der Familie, den Apéro, den Witz des Kollegen, das Lachen des Trauzeugen während der Rede. Die Hochzeitsseite endet mit einem Aufruf an die Paare: „Osez être vous, osez kiffer, osez vous amuser, soyez-VOUS !“

Auf der Startseite ergänzt sie das um ihre Bildsprache. Sie möge Fotos mit Leben, echte Lächeln, vom Wind verwehte Haare, verliebte Blicke. Ihr Ansatz sei vom Licht geleitet: Sie suche immer das Gleichgewicht zwischen einer harmonischen Komposition und einem Spiel mit dem Licht.

Woher ihr Blick kommt

Auf der Seite über sich erzählt sie, wie sie zur Fotografie kam. Kunst und das Schöne seien in ihrem Alltag zentral, zuerst habe sie sich über das Zeichnen ausgedrückt. Die Fotografie habe sich dann als das Medium durchgesetzt, mit dem sie Licht, Kontraste und Texturen weiter erkunden konnte. Nach und nach habe sie sich dem Menschen zugewandt, den Blicken, Gesten und Emotionen. Die Schnelligkeit, mit der ein Foto einen Augenblick festhält, passe zu ihrem lebhaften, energiegeladenen Charakter. Sie vergleicht sich selbst mit einem kleinen Feuerwerk, brauche aber auch Ruhe, am liebsten im Grünen oder am Wasser.

Ihre Mission erklärt sie mit einem Bild: Eine Braut, die später das Foto sieht, auf dem ihr Mann sie zärtlich anschaut, erinnere sich an seinen Blick und an das kleine Wort, das nur sie gehört hat. Genau diese Erinnerung will sie mit ihren Bildern möglich machen.

Ein Beispiel aus ihrem Journal

Wie eine Reportage bei ihr abläuft, zeigt der Journal-Beitrag über eine Hochzeit in der Abbaye de Bevaix. Die Abtei liegt laut Beitrag über dem Neuenburgersee und den Reben der Grande Béroche. An jenem Nachmittag zogen immer wieder kleine Gewitter durch, trotzdem konnte die Zeremonie draussen im kleinen Innenhof stattfinden. Der Apéro folgte am selben Ort, danach zog die Gesellschaft im Korso zum Restaurant de la Tène.

Bevor das Paar zu den Gästen stiess, nutzte sie das Seeufer für die Paarbilder. Dazu schreibt sie: „C’est un moment qui permet de souffler un petit coup, de se retrouver, de profiter avant de retourner dans le tumulte de la fête.“ Am Abend, auf der grossen Terrasse der Tène mit direktem Seezugang, entstanden mit dem letzten Tageslicht noch einige Bilder des Paares. Der Beitrag zeigt zweierlei: Sie plant die Paarbilder als ruhige Pause im Tag, und sie begleitet eine Hochzeit bis in den Abend.

Weitere Beiträge im Journal zeigen, wo sie sonst fotografiert hat: eine Hochzeit im Château de Vuissens, eine Hochzeit im kleinen Kreis in der Region Lavaux im September 2021, eine Hochzeit in den Jardins de la Rive in Concise. Dazu kommen Paarsessions vor der Hochzeit, etwa bei Sonnenuntergang auf der Vue des Alpes oder am Ufer des Neuenburgersees, sowie Beiträge wie „Trash the dress“.

Was die Website belegt

  • Sitz und Einzugsgebiet: Neuenburg, unter „Déplacement“ steht „Partout en Suisse romande“.
  • Erfahrung: Hochzeiten fotografiert sie seit 2011. Gelernt hat sie laut eigener Aussage durch Praxis, „encore et encore“, parallel besuchte sie Workshops zur Hochzeitsreportage und bildete sich in Studiofotografie weiter.
  • Werte: Ästhetik, Spontaneität, Wohlwollen, Vertrauen und Respekt vor jeder Person, so die Seite über sich.
  • Weitere Angebote: Paarsessions vor der Hochzeit, Familien, Portraits und Sessions allein für sich, etwa an einem Fluss im Wald bei Montheron.
  • Kundenstimme: Auf der Startseite steht eine Rückmeldung: „On vient de regarder la galerie et purée !! Trop de coup de cœur, c’est trop bien !“

Was die Website offenlässt

Die Website nennt keine Preise und keine Pakete. Die Seite „Prestations“ verweist nur auf die Portfolios. Wer das Budget vor der ersten Anfrage einordnen möchte, muss nachfragen. Ebenso fehlen Angaben zur Dauer einer Begleitung, zur Anzahl der gelieferten Bilder, zur Lieferfrist und zur Form der Lieferung. Ein Album oder ein Video erwähnt die Website nicht.

Eine Telefonnummer steht auf keiner der Seiten; der Kontakt läuft über „Me contacter“. Die Beiträge im Journal tragen als Autorin eine Adresse von Yahoo, die aber nicht als Kontaktweg angeboten wird. Ob sie ausserhalb der Romandie reist und zu welchen Bedingungen, beantwortet die Website nicht; genannt ist nur die Romandie. Auch zu Vorlaufzeit, Anzahlung und Ablauf der Buchung gibt es keine Hinweise.

Für welches Paar sie passt

Mélanie Jenzer passt zu Paaren, die in der Romandie heiraten, besonders rund um den Neuenburgersee, und ein Fest wollen, bei dem gelacht, getanzt und wenig gestellt wird. Wer die Reportage eines ganzen Tages sucht, mit ruhigen Paarbildern zwischen Apéro und Abendessen, findet in ihrem Journal genau diesen Ablauf. Die Erfahrung seit 2011 und die Weiterbildung in Reportage und Studio sprechen für eine Fotografin, die beides beherrscht, das Unauffällige und das Komponierte.

Weniger naheliegend ist sie für Paare, die ausschliesslich auf Deutsch kommunizieren möchten, und für Paare, die schon auf der Website Preise vergleichen wollen. Beides lässt sich mit einer Anfrage klären. Wer Französisch spricht oder in der Romandie feiert, findet hier eine Fotografin mit viel Energie und einem klaren, lebendigen Stil.

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