Alexandre Bourguet
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Wer der Fotograf ist
Alexandre Bourguet ist Hochzeitsfotograf mit Sitz in Freiburg. Seine Startseite nennt ihn "Photographe de mariage professionnel en Suisse · depuis 2010", in der Seitenbeschreibung heisst es, er sei auf Hochzeitsreportagen mit der Leica spezialisiert und Mitglied von WPJA, Fearless Photographers, ISPWP und This is Reportage. Er arbeitet laut eigener Beschreibung "de Genève, Lausanne à Gstaad, de Fribourg aux lacs et aux montagnes en Valais", eigene Seiten gibt es für Genf, Lausanne, Vevey und Montreux, Neuenburg sowie Gstaad und Rougemont. Die Website ist französisch mit englischer Fassung.
Über seine Erfahrung schreibt er: "Près de cinq cents reportages plus tard, j'ai appris à m'effacer." Also rund 500 Reportagen, nach denen er gelernt habe, im Hintergrund zu verschwinden, damit das Paar einfach feiern kann.
Die Handschrift
Auf der Genfer Seite fasst er seine Haltung in einem Satz zusammen: "Je photographie les gens, pas les monuments." Seine Arbeit passe sich dem Paar an, "pas à ce qu'un préset Pinterest voudrait que vous soyez".
Er nennt 3 Grundsätze. Zur Diskretion: "La moitié des invités met une heure à comprendre qui est le type avec le Leica. C'est exactement ce que je veux." Zur Authentizität: "Pas de mise en scène. Une pose forcée se voit sur la photo, même vingt ans après." Und zur Spontaneität: "Une larme pendant les vœux, un regard entre vos parents, la table des enfants qui part en vrille : ces images-là valent toutes les autres."
Regie gibt es kaum: "Je ne dirige presque rien. Quelques minutes de photos de couple si vous y tenez, et pour le reste je documente la journée telle qu'elle se déroule, avec ses moments prévus et ses surprises." Auf der Lausanner Seite heisst es knapp, er beobachte, bewege sich und löse im richtigen Moment aus. Posen gebe es nur, wenn das Paar sie wünsche.
Bemerkenswert ehrlich ist ein Satz auf der Genfer Seite: Er kenne nicht jeden Winkel des Kantons und werde das auch nicht versprechen. Was er verspreche, sei, die starken Momente kommen zu sehen und bereit zu sein, wenn sie passieren.
Preise und Pakete
Bourguet nennt seine Preise direkt in der FAQ, auf der Genfer wie auf der Lausanner Seite:
- CHF 2'500 für 5 Stunden Reportage, "cérémonie et vin d'honneur".
- CHF 3'400 für 9 Stunden durchgehende Präsenz, "des préparatifs à l'ouverture de bal".
- Forfait +, CHF 4'200, mit einem zweiten Fotografen während 7 Stunden. Die Website empfiehlt das für Hochzeiten an zwei Orten oder mit grossen Tischrunden.
Alle Pakete enthalten die professionelle Bearbeitung, eine private Galerie in hoher Auflösung und herunterladbare Dateien. Für die Details verweist er auf eine eigene Tarifseite, die laut Website Dauer, Optionen, Vertrag und Album erklärt.
Lieferung. Das Paar erhält eine Vorschau von 30 bis 50 Bildern innerhalb von 7 bis 10 Tagen, danach die vollständige Galerie mit 300 bis 600 bearbeiteten Fotos je nach Paket "sous 6 à 8 semaines maximum". Die Galerie ist privat, ohne komplizierte Passwörter und wird mindestens 12 Monate archiviert.
Buchung und Vorlaufzeit. Für Wochenenden im Juni, Juli und Anfang September empfiehlt er eine Reservation 12 bis 14 Monate im Voraus, für Mai, Ende September und Oktober reichen 6 bis 8 Monate. Verbindlich wird die Buchung mit Vertrag und einer Anzahlung von 30 %.
Wochentage. Hochzeiten unter der Woche und am Sonntag fotografiert er "sans supplément de tarif". Samstage in der Hochsaison sind zuerst vergeben.
Zweiter Fotograf und Video. Auf Wunsch arbeitet er mit einem zweiten Fotografen, etwa bei zwei Orten oder mehr als 120 Gästen. Für Video arbeitet er mit zwei Videografen seines Vertrauens zusammen, damit das Team stilistisch zusammenpasst.
Sprachen. Die ganze Reportage kann auf Englisch laufen, schreibt er, und er nehme "aussi des consignes en allemand pour des invités de Suisse alémanique" entgegen.
Trauungsorte und Hochzeitsorte
Die Regionalseiten sind voller konkreter Orte. In Genf fotografiert er Ziviltrauungen in der Mairie der Stadt, im Trauungssaal von Plainpalais und in den Gemeinden Carouge, Vernier, Meyrin und Cologny. Dort gelte meist ein fester Standort ohne Blitz, weshalb er Fotos beim Auszug und ein kurzes Paarshooting in der Nähe plant. Für Empfänge nennt er Hotels wie Beau-Rivage, Four Seasons Hôtel des Bergues, Mandarin Oriental, Hôtel d'Angleterre und Grand Hôtel Kempinski, für ländlichere Feste das Domaine de Choully in Satigny, das Château de Penthes, die Villa Sarasin, das Domaine du Paradis, die Abbaye de Presinge und das Château de Coppet.
In Lausanne nennt die Website für Trauungen das Zivilstandsamt an der Rue de Genève, die Kathedrale, die Basilika Notre-Dame du Valentin, den Temple Saint-François und die Kapelle des Château d'Ouchy. In der Kathedrale gälten klare Regeln, seitlicher Standort und kein Blitz während der stillen Momente, er bespreche das jeweils vorher mit der Pfarrperson. Lausanne liege laut Website "à quarante minutes de chez moi", und er fotografiere dort mehrmals pro Saison. Für Paarbilder nennt er in Genf den Jardin Anglais, den Parc La Grange, die Bains des Pâquis und die Altstadt, in Lausanne Ouchy, die Cité und die Gärten des Musée Olympique. Für Letztere brauche es eine Bewilligung, um die er sich kümmere.
Im Blog zeigen Reportagen eine Hochzeit auf dem Chetzeron in Crans-Montana "à plus de 2000 mètres d'altitude", erreichbar mit Gondel und Jeep, eine Winterhochzeit im W Verbier auf über 1500 Metern sowie Hochzeiten in Zermatt, Gstaad, im Maiensässhotel Guarda Val in Graubünden, im Kornhauskeller in Bern und am Neuenburgersee.
Was die Website offenlässt
Die Tarifseite mit Optionen und Album ist verlinkt, die Albumpreise stehen aber nicht auf den Regionalseiten. Reisekosten für Hochzeiten ausserhalb der Romandie werden dort ebenfalls nicht beziffert. Was eine Zusammenarbeit mit den beiden Videografen kostet und wie sie heissen, sagt die Website nicht. Ob die Beratung auch ganz auf Deutsch laufen kann, bleibt offen: Genannt sind Englisch für die ganze Reportage und deutsche Anweisungen für Gäste.
Für welches Paar Alexandre Bourguet passt
Bourguet passt zu Paaren, die eine echte Reportage wollen und kaum gestellte Bilder. Die klaren Preise, die genauen Lieferfristen und die Hinweise zur Vorlaufzeit machen die Planung einfach. Wer in Genf, Lausanne oder sonst in der Romandie heiratet, findet einen Fotografen, der die Regeln der Trauungsorte kennt. Paare mit Gästen aus der Deutschschweiz oder aus dem Ausland profitieren davon, dass er auf Englisch arbeitet und deutsche Anweisungen für Gäste übernimmt.
Weniger passend ist er für Paare, die viele inszenierte Paar- und Gruppenbilder möchten, oder für sehr kleine Budgets, denn der Einstieg liegt bei CHF 2'500. Wer an einem Samstag im Sommer heiratet, sollte früh buchen.